Fedora 15: Erste große Distribution mit Gnome 3

In den letzten Wochen habe ich doch einiges an Zeit aufgebracht um diverse Rechner neu aufzusetzen um alle möglichen neuen Distributionen mal anzutesten. Da ich mir hierzu nicht immer eine VM aufgesetzt habe, bekam das ein oder andere System schon mal einen „Knacks“.  Nun habe ich mich entschlossen
wenigstens ein System stabil zu halten. Als Einstiegspunkt habe ich zwar auch hier eine frisch erschienene Distribution gewählt, aber meine ersten Tests verliefen sehr zufriedenstellend.

Ich habe mich für die neue Version von Fedora entschieden. In der aktuellen, noch taufrischen, Version 15 ist die erste große Distribution am Start welche auf Gnome 3 setzt. Meinen ersten Kontakt mit Gnome 3 hatte ich nach der Installation von Ubuntu 11.04 und Hinzufügen der PPA Quelle. Allerdings lief das ganze mehr schlecht als recht.

Nachdem ich gestern Fedora 15 installiert habe, lief alles wie am Schnürchen. Gnome 3 geht zwar in die gleiche Richtung wie Unity unter Ubuntu, fühlt sich für mich aber besser an. Allgemein würde ich sagen, dass Fedora 15 eine richtig gute Distribution geworden,
welche ich nun auch länger im Einsatz haben werde. Einziger kleiner Haken ist im Moment, dass ich noch nicht alle von mir verwendeten Programme unter Yum gefunden habe. Aber Alternativen gibt es in der Regel genug.

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Linux: Automatisches Einhängen von UPNP Servern mit djmount

Vielleicht hat ja der ein oder andere Zuhause einen UPNP Server laufen, von dem Mediadateien (egal ob Musik, Bilder oder Filme) im eigenen Netz für andere Geräte zu Verfügung gestellt werden sollen.

Selbst wenn man selber keinen Server aufgesetzt haben sollte, so hat vermutlich jeder NAS Besitzer bereits einen UPNP Server automatisch am Start. Auch auf
der Fritzbox läuft ein UPNP Server.

Egal ob für Android Geräte oder einem Linux Rechner, Clients gibt es genug. Über mögliche Clients werde ich in einem späteren Artikel noch berichten.

Falls das Interesse besteht die Files vom UPNP Server über das Linux System im Zugriff zu haben, bieten sich hier mehrere Wege an. Einer geht über das Mounten über fstab. Das kann für unerfahrene User aber durchaus etwas komplizierter werden. Ausserdem hat man dadurch „nur“ den Zugriff auf die Dateien, aber nicht auf die Struktur wie der UPNP Server die Dateien verwaltet. Vorrausgesetzt man taggt seine MP3 Dateien oder Bilder vernünftig, bietet der UPNP Server in der Regel die Auswahl der Dateien über diverse Suchkriterien an. Zum Beispiel sortiert nach Genre, Interpret, Jahr, etc…

Auf der Suche nach einem UPNP Client für Linux bin ich auf das kleine, aber durchaus feine, Tool djmount gestoßen. Djmount besitzt kein GUI oder ähnliches. Nach der Installation und Konfiguration hat man die Verwaltungsstruktur des UPNP Servers im Linuxfilesystem abgebildet als Ordnerstruktur.

Der folgende Screenshot verdeutlicht dies:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die hier zu sehenden Ordner müssen nicht angelegt werden, sondern werden über djmount eingebunden. So kann man dann, egal mit welchem Client, sortiert auf seine Mediendateien zugreifen.

Zur Installation:
Zum Einhängen nutzt djmount
fuse. Das wird über folgendes Kommando installiert:
sudo apt-get install libfuse-dev

djmount ist mittlerweile in der Regel über die offiziellen Paketquellen verfügbar. Installiert wird es über:
sudo apt-get install djmount

Damit wäre schon einmal alles Notwendige installiert. Nun geht es an die Konfiguration. djmount benötigt zum Mounten natürlich einen Einhängepunkt. Diesen legen wir folgendermaßen unter /media an:
sudo mkdir /media/medienserver

Danach müssen wir die Rechte an dem Verzeichnis noch ändern:
sudo  chmod 777 /media/medienserver

Zum Testen ob alles soweit funktioniert hat kann man folgende Befehle absetzen:

modprobe fuse
fusermount -u /media/medienserver
djmount -o allow_other
/media/medienserver

Jetzt sollten im Ordner /media/medienserver der oder die UPNP Server mit ihrer Ordnerstruktur sichtbar sein.

Wenn man möchte, dass die Verzeichnis direkt nach Start des Rechners zu Verfügung stehen ist noch ein wenig Handarbeit notwendig, da djmount nicht automatisch startet.

Wir wechsel in folgendes Verzeichnis:
cd /etc/network/if-up.d

Dort müssen wir eine neue Datei erstellen mit einem beliebigen Editor (ich nutze geany ganz gerne, geht natürlich auch mit gedit oder was auch immer)
sudo geany ./djmount

Der Inhalt der Datei entspricht im Prinzip den drei Befehlen, welche wir gerade zum Test ausgeführt haben. Der Inhalt sieht also folgendermaßen aus:
#!/bin/sh
# Not for loopback![ „$IFACE“ != „lo“ ] || exit 0
modprobe fuse
fusermount -u /media/medienserver
djmount -o allow_other /media/
medienserver

Nachdem wir die Datei im o.g. Verzeichnis abgespeichert haben, müssen wir zum Schluss nur noch ein wenig an den Benutzerrechten für das Skript drehen.
sudo chmod 755 ./djmount
sudo chown root ./djmount
sudo chgrp root ./djmount

Das wars! Nun wird der UPNP Server beim jedem Bootvorgang direkt mitgemountet.

Selbst wenn der am liebsten genutzte Medienplayer vielleicht nicht mit UPNP Servern sprechen kann, so kann man wenigstens die Verzeichnise als Medienbibliothek hinzufügen.

Viel Spaß.

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Ubuntu 11.04: Probleme mit WLAN und Kernel 2.6.38

Durch die neue Ubuntu Version kommt auch der neue Kernel in der Version 2.6.38 zum Einsatz. Das System als solches läuft zwar stabil, allerdings hatte ich derbe Probleme mit dem WLAN. Die Verbindung brach zwar nicht ab, allerdings hatte ich einen Durchsatz wie zu Modemzeiten. Nach eifriger Suche über Google habe ich
festgestellt, dass ich wohl kein Einzelfall bin… Einen Patch gab es bisher auch noch nicht.

Betroffen sind wohl WLAN Module mit Atheros-Chipsatz.

Prüfen kann man es über folgenden Befehl im Terminal:

lsmod | grep ath

Wenn hier ein Ergebnis zurückkommt, sind auch die entsprechenden Kernelmodule geladen.

Wer nun wieder sein WLAN mit vollem Durchsatz nutzen will, geht folgendermaßen vor:

– Starten eines Editor mit root Rechten (z.B. sudo gedit)
– Anlage einer Datei mit dem Namen  ath9k.conf
– Folgende Zeile in die Datei schreiben: options ath9k nohwcrypt=1
– Datei in folgendem Verzeichnis speichern: /etc/modprobe.d/
– Reboot

Danach sollten die Durchsatzprobleme mit dem WLAN behoben sein.

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Kubuntu: Warum wir scheinbar nie Freunde werden

Nach jedem neuen Ubuntu Release installiere ich mir auch jedes mal testweise Kubuntu.

Immer in der Hoffnung: Diesmal muss es einfach mal besser sein!
Auch mit dem 11.04er Release habe ich mich erneut an Kubuntu versucht.

Das Resultat:
Auch nach dieser Installation bleibe ich auf meiner Hoffnung sitzen….

Kontact und KOrganize sind weiterhin nur über Umwege mit Google Services (Kontakte und Kalendar) zu verheiraten. Die Konfiguration über Akonadi ist ein reiner Krampf und endet in der
Regel mit „funktioniert doch nicht“. Ich weiss gar nicht seit wie vielen Versionen sich hier nichts zum Positiven geändert hat. Dabei sind die Google Dienste spätestens seit Android nicht wirklich etwas Aussergewöhnliches. Hier ist die Konfiguration von z.B. Evolution ein reines Kinderspiel. Auch Thunderbird inkl. Lightning funktioniert hier wesentlich besser.

Ich würde hier gerne eine Anleitung zum Thema „Google Dienste und KOrganize“ posten, nur haben sämtliche im Netz gefundene „HowTos“ bei mir nicht zum Erfolg geführt.

Amarok: Was Oracle im Bereich Datenbanken ist, ist für mich Amarok als Mediaplayer… Mächtig…oooohhh jaaaa…… so mächtig, das alleine der Start gerne über ein oder zwei Minuten benötigt (mit gemounteter Medienplatte). Kann irgendwie alles, aber nichts so richtig komfortabel.

Im Allgemeinen sieht der KDE Desktop natürlich sehr schick aus, lässt sich aber nur schwerfällig bedienen. Auch hier hat sich weiterhin nichts geändert.

Also bleibt für mich auch
bei dieser Version nur zu sagen: Alles beim Alten…im negativen Sinne.

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Xubuntu: Die leichtgewichtige Alternative zu Ubuntu mit Unity

Wie ich letztens in einem Artikel bereits berichtet habe, gibt es Probleme beim Remote Zugriff auf Ubuntu 11.04 Systeme mit Unity als Desktop Manager. Zumindest über NX bzw. FreeNX bekommt man kein Menü angezeigt oder Fensterrahmen. Ich habe mir zwar durch die Installation von Docky ein wenig beholfen, aber als richtige Lösung konnte das auch nicht bezeichnet werden.

Xubuntu ist sehr stark im Kommen in der letzten Zeit und so habe ich mir den Xubuntu Desktop gestern Abend mal installiert. Dies geht auch sehr gut parallel zu Unity!

Über:

sudo apt-get install xubuntu-desktop

bekommt man ca. 64 MB zusätzlich auf die Platte geschrieben und kann danach beim Login Xfce4 anstelle von Ubuntu auswählen. Xubuntu präsentiert sich dann als sehr schlichte (aber dennoch elegante), schnelle Alternative zum Gnome bzw. Unity Desktop. Ausserdem läuft Xubuntu auch auf alten Büchsen.

Somit habe ich dann
 meinen Unity Desktop falls ich lokal an der Maschine arbeite, bzw. den Xubuntu Desktop für den Remote Zugriff.

NX bzw. FreeNX kommen nämlich sehr gut klar mit dem Xubuntu Desktop!

Bei der Konfiguration des Clients muss man nur kleine Änderungen vornehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Auswahlbox des Desktopmanagers muss „Custom“ gewählt werden, anstelle von Ubuntu. Danach klickt man auf den Settings Button und stellt die Punkte so ein wie im folgenden Screenshot:

 

 

 

 

 

 

 

Mit startxfce4 wird der Xubuntu Desktop beim Login gestartet. Wichtig ist noch, dass unter Options „New virtual desktop“ ausgewählt wird. Ansonsten hat man sehr schnell seeeehr viele NX Fenster offen. 😉

Wer also sein System bereits auf 11.04 laufen hat und hier und da über NX remote zugreifen muss, dem kann ich den Xubuntu Desktop auf jeden Fall empfehlen.

Auch User mit relativ schwachen Rechnern, sollten sich die Xubuntu Distribution ruhig mal anschauen. Sieht gut aus, funktioniert und hat geringe Anforderungen an die Hardware.

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Chrome!Box: Nettes Fritzbox Plugin für Chrome/Chromium

Bin heute durch Zufall auf Chrome!Box gestoßen. Dies ist die
Portierung des Firefox Plugins Fox!Box. Da ich den Firefox so gut wie gar nicht mehr verwende, kannte ich dieses Plugin noch nicht. Es ist auch nichts weltbewegendes, aber dennoch recht schick und nützlich. Ich denke auch, dass es noch erweitert werden wird.

Runterladen kann man es sich über den Chrome Web Store. Das Plugin ist kostenlos.

Nach der Installation integriert es sich genauso wie andere Plugins links vom Adressfeld. Konfigurieren muss man soweit ich nichts, da sich das Plugin die Fritzbox schon selber sucht.

Das Plugin unterteilt sich in zwei Bereiche. Der obere Bereich zeigt folgende Informationen:

Status: Verbindungsstatus inkl. momentaner
externer IP
Download Volume: Volumen seit dem letzten Reconnect
Download Rate: Aktuelle Download Rate (nicht die des Rechners, sondern der Fritzbox, also des gesamten Netzwerkes!)
Upload Volume: Volumen seit dem letzten Reconnect
Upload Rate: Aktuelle Upload Rate des Netzwerkes.

Im zweiten Bereich sind folgende Steuerelemente:

Configuration: Öffnet den Konfig Dialog des Plugins. Wird man vermutlich nicht brauchen, da hier nur die Adresse der Fritzbox steht.
Reconnect: Führt den Reconnect direkt durch den Browser aus (nett!)
Read External Router IP Adress: Aktualisiert die IP Adresse im Feld Status (zumindest konnte ich hier nichts anderes feststellen)
Open Web Interface: Öffnet die Konfig Seite zur Fritzbox.

Wie gesagt, ist noch nicht das „Riesen Ding“, aber gerade die Infos zur Up und Downloadrate oder den Button zumm schnellen Reconnect finde ich schon einmal sehr gut.

Ich denke hier wird es auch bald noch mehr geben.

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Ubuntu: Remote Zugriff mit NX – Problem mit Natty Narwhal

Wer genauso wie ich hier und da Remote Zugriff auf sein System braucht und nicht immer mit der Konsole arbeiten möchte, nutzt wahrscheinlich gerne mal Tools wie NX.

Da mit Natty aber Unity als neue Oberfläche (Compiz) genutzt wird, gibt es Probleme bei der Anzeige. Genauer gesagt man hat weder Panel noch Menü, auch die Rahmen der Fenster sind im Eimer.

Egal was man einstellt, es funktioniert nicht sauber.

Ich hoffe es wird hier bald ein Update geben.

Um trotzdem weiter arbeiten zu können kann man auf VNC zurückgehen. Das kommt für mich aber nicht in Frage, da unverschlüsselt.

Ich persönlich nutze weiterhin NX, habe mir aber auf dem Remote System Docky installiert, welches ich bei Bedarf starte. Zum Starten von Anwendungen nutze ich Gnome-Do. Das sieht zwar alles im Moment nicht ganz hübsch aus, aber so lässt sich die Büchse wenigstens bedienen.

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Fritzbox 7390: „Neue“ Laborversion (84.05.04-19798) vom 06.05.

So neu ist die Version nicht, aber ich bin auch vorsichtiger geworden und warte immer erst mal ein paar Tage ab.

Meine Spielfreude bei den letzten Laborversionen von AVM hat doch um einiges nachgelassen. Jedes Update endete eigentlich immer im recht schnellen Recover…

Hier die Featureliste laut AVM:

  • System: Stabilität verbessert
  • DECT: Klingeldauer beim Pagen auf max. 3s erhöht
  • DECT: Verbessertes Handling von RSS-Nachrichten
  • Internet: https-Sperre bei der Kindersicherung korrigiert
  • Mediaserver: Fix für die eingeschränkte Medienfreigabe
  • Mediaserver: Interoperabilität mit Sony TV verbessert (MPEG TS Mimetyp und Dateisortierung)

Klingt alles recht überschaubar…

Wenn man sich so im IP-Forum umschaut, lohnt die Installation dieser Version auch erstmal nicht. Häufige Reboots… Nee…die spare ich mir …

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