rssLounge: Eine klasse Alternative zum Google Reader

Nein, nein, das wird kein Google is evil Artikel! 😉

Im Gegenteil… Google bietet sehr viele Dienste an, welche das Netzleben massiv vereinfachen. Allerdings auf Kosten der Anonymität. Im
Moment versuche ich mich genau von dieser Abhängigkeit von Google zu lösen.

In einem meiner letzten Artikel hatte ich ja schon beschrieben, welche Alternative ich zum Google Kalender gefunden habe und diese auch problemlos verwende.

Nun habe ich mich auf die Suche nach einem Ersatz für den Google Reader begeben. Schwierige Aufgabe, denn der Google Reader ist meine tägliche Informationsquelle zu den Themen die mich interessieren.

Meine Anforderungen waren:

– Gleiche Funktionalität wie der Google Reader
– Muss auf einem eigenen Server laufen.

Als erstes bin ich auf Tiny Tiny RSS gestoßen. Von der reinen Beschreibung her sieht das Ding ganz gut aus und auch die Features können sich sehen lassen. Dennoch hatte
ich mehrere Probleme TTRSS auf meinem Server zu installieren und der „Umgangston“ im entsprechenden Forum hat mir auch nicht gerade gefallen. Also ging meine Suche weiter…aber nicht sehr lange. :-)

rssLounge

rsslounge ist ein News Aggregator, welcher sich in keinster Weise hinter dem Google Reader verstecken muss. Auch lässt er sich problemlos auf einen eigenen Server installieren. DAS ist die Installationanleitung laut Entwickler:

  1. Lade alle Dateien des ZIP Archivs hoch
  2. setze die Schreibrechte für die Verzeichnisse config, data/cache, data/favicons und data/thumbnails (nutze hierfür deinen FTP Client)
  3. öffne rsslounge im Browser und folge den weiteren Anweisungen

Und mehr ist auch nicht zu tun. :-)

Bei mir hat es den Google Reader komplett abgelöst!

So einfach wie die Installation bereits ist,
gestaltet sich auch die Konfiguration für bisherige Google Reader Nutzer. Einfach seine Feeds aus dem GoogleReader als OPML exportieren und genauso einfach in rsslounge importieren. Fertig. Dadurch werden nicht nur die Feeds übertragen, sondern auch entsprechend konfigurierte Kategorien. Diese kann rsslounge nämlich auch verwalten. Zusätzlich zu den Kategorien kann pro Feed allerdings noch eine nummerische Priorität vergeben werden. Dieses Feature finde ich genial. Angenommen ich habe eine Kategorie A und eine Kategorie B. Innerhalb der beiden Kategorien habe ich jeweils einen hochinteressanten Feed und einen der weniger interessant ist. Dem weniger Interessanten gebe ich die Prio 2, dem anderen Prio 1. Dadurch ermöglicht rssLounge mir eine zusätzliche Reihenfolge der Feeddarstellung zu definieren unabhängig von Datum/Zeit und Kategorie. Die Anzeige der Feeds auf Basis der Prioritäten kann über einen Regler oberhalb der Feeds gesteuert werden.

Zum Beispiel:

Zeige nur Prio 1

Zeige Prio 2-
5

Zeige nur Prio 10

Die Artikel werden per Default nur als Überschrift angezeigt. Durch Klick auf den Artikel öffnet sich dieser. Im Prinzip wie beim Google Reader. Ferner hat man die Möglichkeit Artikel mit einem Sternchen zu versehen, falls man sich die Artikel vielleicht später nochmals in Ruhe anschauen möchte. Eine weitere nette Möglichkeit sich nur gezielt mit Informationen zu versorgen, ist die Nutzung von Filtern, welche pro  Feed konfiguriert werden können. Also man hat zwar einen Feed abonniert, welcher sich rund um das Thema Fußball beschäftigt, möchte aber nur die Infos sehen, welche mit Bayern München (oder einem anderen Verein 😉 ) zu tun haben.

Wem der News Aggregator auf dem eigenen Server noch nicht reicht, kann zusätzlich noch einen Anonymisierer konfigurieren. rssLounge kann über einen Account vor fremden Zugriffen geschützt werden, bietet allerdings auch nur die Möglichkeit EINEN Account zu verwenden. Ich persönlich benötige aber keinen Multi-User Zugriff. Ist also
für mich kein Nachteil.

Ebenfalls lobenswert ist der Support vom Entwickler. Ich habe Anfangs ein Problem bei der Nutzung gehabt und  den Entwickler mal per Mail kontaktiert. Die Antwort kam prompt und der Entwickler ist äusserst hilfsbereit.

Ihr seht… ich bin mehr als begeistert von rssLounge. Dennoch gibt es auch ein paar Nachteile bzw. Unstimmigkeiten:

  • Ich nutze u.a. den Firefox 11. Zumindest bei mir bekommt rssLounge keinen Mausklick mit unter Firefox….
  • Umlaute werden bei mir nicht immer korrekt dargestellt (sicher Einstellungssache)
  • Favicons werden bei mir nicht übernommen bzw. angezeigt
  • der für mich einzige schwerwiegende Nachteil: Es gibt keine Mobilansicht für rssLounge. Auf einem Tablet kann man noch relativ gut navigieren, allerdings auf dem Smartphone ist es dann doch sehr unübersichtlich. Es gibt bisher auch nur eine Android App, welche sich aber noch im Beta Stadium befindet… Da ich meine Feeds aber entweder über den
    Browser lese oder auf dem Tablet, ist das auch noch in Ordnung für mich.

Hier nochmal die Links:

rssLounge

rssLounge Android App

Zum Abschluss noch zwei Bildchen damit ihr seht, dass rssLounge auch optisch gelungen ist.

 

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ssLauncher: Frischer Wind in der Android Launcher Ecke

Launcher für Android gibt es wie Sand am Meer. Egal ob ADW Launcher, GO Launcher oder früher Launcher Pro… für jeden Geschmack ist etwas dabei. Allerdings verfolgen fast alle Launcher das selbe Schema. Konfigurierbarer Dock Bereich und konfigurierbare Homescreens, der eine mehr…der andere weniger…

Durch Zufall bin ich vor kurzem auf einen recht neuen Launcher gestoßen, welcher sich durch wirkliche Neuerungen im Launcher Markt hervorhebt.

ssLauncher

Der ssLauncher ist so aufgebaut, bzw. konfigurierbar, sodass der/die Homescreen(s) aufgebaut sind wie eine Zeitung. Deswegen auch der treffende Untertitel im Market: Magazine Look

Zur Veranschaulichung mal die Bilder aus dem Market:

Ich habe den Launcher zur Zeit auf meinem Kindle Fire installiert. Ich glaube gerade für Tablets bietet sich dieser Launcher sehr gut an, da die ganzen Standard Launcher  ein Tablet oftmals nur wie ein großes Telefon aussehen lassen.

Widgets lassen sich natürlich wie bei jedem Launcher auch hier hinzufügen. Aber man kann auch Shortcuts hinzufügen, welche sich dann wie Headlines aus einer Zeitung darstellen.

Probiert ihn einfach mal aus. Den Launcher gibt es in einer kostenlosen Variante und einer für 2,41 Euro. Im Moment läuft bei mir noch die kostenlose Version, aber ich denke
dass ich mir in den nächsten Tagen die kostenpflichtige Version installiere. Die kostenlose Version reicht  zum Testen aber aus. Einer der Unterschiede in den beiden Versionen ist, dass Features aus der Bezahlversion erst später in die freie Version übernommen werden. Auch diesen Ansatz finde ich nicht schlecht.

Ich bin auf jeden Fall begeistert und es ist schön, dass man gerade in doch etwas „ausgelutschten“ Bereichen mal wieder etwa Neues entdecken kann.

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Linux: nano, oder die bedienbare Alternative zu vi/vim :-)

Vermutlich wird mir hierfür jeder System Administrator vor die Schnauze hauen. :-)

Ich hasse vi und genauso den vim! *duck*

Ich musste letztens ein paar Skripte auf meinem NAS ändern und habe es mal wieder mit dem vi als Texteditor versucht… Ich breche mir bei dem Ding eher sämtliche Finger, als das ich in einem Skript auch nur eine Zeile sauber geändert bekomme…

Gott sei Dank konnte ich mir auf dem NAS nano nachinstallieren. Ja, nano ist schlicht und JA nano ist einfach. Aber mit nano komme ich bei Skripten einfach schnell ans Ziel.

Jeder der nach einer Alternative zu vi sucht, gerade auf Maschinen wo es keine Klicki Oberfläche gibt, sollte nano mal eine Chance geben.

Der Editor ist mittlerweile auch bei fast allen Distributionen per Default installiert.

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