Arch Linux auf dem Raspberry Pi

Ich habe mittlerweile drei Raspberrys im Einsatz. Einer läuft mit raspbmc und die beiden anderen jeweils mit Arch Linux. Ich hatte Anfangs auch mit raspian gespielt, aber raspian bringt einfach zu viel vorinstallierte Software mit, welche ich nicht benötige. Ich nutze die kleinen Mini PCs lediglich für ein paar Server Dienste, sodass auch ein arch linux relativ schnell aufgesetzt ist.

Hier die für mich notwendigen Schritte:

1 Image runterladen und auf SD Karte packen

Das Image gibt es hier.
Nach dem Download muss die zip Datei entpackt werden und das Image mit dd auf die SD Karte transportiert werden.
sudo dd if=[IMAGE].img of=/dev/sdb

sdb ist natürlich zu ersetzen. Je nachdem wo eure SD Karte hängt.

Bevor die SD Karte nun in den Raspberry Pi gesteckt wird, empfehle ich noch die root Partition zu vergrößern. Diese ist per Default nur 2 GB groß. Am einfachsten ist es wenn ihr die Partition direkt mit einem Tool auf dem normalen Rechner vergrößert.
GParted oder ähnliches reicht hier völlig aus.

2 Booten des Raspberrys und anmelden als root

Die Karte ist soweit fertig. Ab in den Slot des Raspberrys und an den Strom damit. :-)
Ich gehe davon aus, dass ihr den Pi mit einem Netzwerk Kabel verbunden habt.
Innerhalb weniger Sekunden ist der ssh Daemon gestartet sodass ihr euch amelden könnt.
ssh root@alarmpi
Das initiale Passwort lautet „root“. Per Default lautet der hostname alarmpi. Dieser wird aber in einem der
nächsten Schritte geändert.

3 root Passwort ändern

Als erstes ändern wir mal das root Passwort
passwd

4 Änderung local timezone

nano /etc/timezone

Hier muss folgendes geändert werden:

Europe/London

in

Europe/Berlin

5 Hostnamen ändern

Folgende Dateien müssen geändert werden /etc/hostname und /etc/hosts

5.1 /etc/hostname

nano /etc/hostname

Hier muss der bestehende Namen gegen den neuen ersetzt werden.

5.2 /etc/hosts

nano /etc/hosts

Die Zeile mit der IP 127.0.0.1 muss geändert werden.

Am Ende der Zeile muss der neue hostname gesetzt werden.

6 Update des Systems

pacman -Syu
Das Update kann ein paar Minuten dauern

7 User und Berechtigungen

nach der Installation gibt es erstmal nur den user root.

7.1 sudo installieren

Wie anfangs geschrieben kommt die arch Installation sehr schlank, sodass auch „sudo“
erst einmal installiert werden muss
pacman -S sudo

7.2 Normale user für sudo berechtigen

EDITOR=nano visudo

Nach folgender Stelle suchen:

%wheel ALL=(ALL) ALL

Diese Zeile muss einkommentiert werden, also das führende „#“ entfernt werden.

7.3 User anlegen

7.3.1 Pakete installieren

pacman -S adduser
Nach der Installation können weitere User neben root angelegt werden,

7.3.2 User

adduser

7.3.3 Beispiel

---------------------------------------
Login name.......: meinUser
UID..............: [ Next available ]
Initial group....: users
Additional groups: [ None ]
Home directory...: /home/meinUser
Shell............: /bin/bash
Expiry date......: [ Never ]

8 Notwendige Softwarepakete installieren

pacman -S autofs --noconfirm
pacman -S nfs-utils --noconfirm
pacman -S mc --noconfirm
pacman -S zile --noconfirm
pacman -S htop --noconfirm

Diese Liste entspricht meiner Minimal Installation.
nfs-utils -> Ermöglicht den Zugriff auf das NAS über NFS
mc -> FileManager für die Console
zile -> ich bin emacs Junkie. :-) zile ist ein Clone, welcher aber nicht so gewaltig ist wie der emacs.
htop -> übersichtler als top.

Das war es eigentlich. Was jetzt fehlt sind natürlich die Serverdienste die ihr auf eurem Pi laufen haben wollt.

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Todo Verwaltung mit Synchronisierung Android/Linux über eigenen Server

Das war ne harte Nuss! Ich weiss gar nicht wie lange ich auf der Suche nach einer geeigneten ToDo Verwaltung war, welche ich auf meinen Rechnern, aber auch auf den Android Geräten nutzen kann.

Natürlich gibt es eine mittlerweile viel zu große Anzahl von Diensten im Netz.
Aber wie immer: Ich möchte meine Daten selber hosten!

Da ich bisher vergeblich auf der Suche war, habe ich in der Tat bisher immer einen der Online Dienste genutzt.
Die ToDo Verwaltung war bisher auch das letzte Thema, welches ich nicht selber gehostet habe. Aber die Suche hat nun ein Ende… Und das Ergebnis ist gar nichts bahnbrechend neues… Im Gegenteil! :-)

Ich weiss nicht ob ihr schonmal von todotxt gehört habt. Das gibt es schon einige Jahre und ist trivial und GENIAL zugleich.

todo.txt ist nichts anderes als ein Shellscript, welches richtig integriert in eurer Linux System, eure ToDo Verwaltung bildet. Eure ToDo Liste ist nichts weiter als eine Text Datei! Mit dem Shellscript könnt ihr eure ToDos priorisieren, kategorisieren, mit Kontexten erweitern, etc… Ihr habt im Prinzip alle Möglichkeiten offen.

Für todo.txt gibt es zwar einige Möglichkeiten eure Textdatei zu editieren (Ubuntu Paket, HTML Seiten, etc…). Ich persönlich finde
aber die Steuerung über die Konsole absolut intuitiv und geht schneller von der Hand.

Mehr möchte ich auch gar nicht dazu schreiben. Es gibt sehr viele Blogposts zu todo.txt.

Hier habt ihr die sehr ausführliche Dokumentation:
todotxt Doku

Mittlerweile gibt es auch eine Android App: ToDo.txt für Android
Sie kostet zwar 1.50 Euro, ist aber jeden Cent wert.

Die App selber synchronisiert die Textdatei leider im Moment ausschliesslich über Dropbox. Macht aber nichts. :-)

Beim ersten Start der App müsst ihr leider einmalig euren Dropbox Account eingeben. Ja, auch ich haben einen. :-( Habt ihr den Account eingetragen könnt ihr die App normal nutzen.

Ich bin dann allerdings hingegangen und habe den Sync zu Dropbox über das Menü deaktiviert. Die App funktioniert dann weiterhin ohne Probleme. Wie bereits geschrieben werden eure ToDos ausschliesslich in einer Text Datei gepflegt.
Und diese Textdatei liegt auf eurem Androiden unter:

/mnt/sdcard/data/com.todotxt.todotxt/

Auf meinem Server habe ich owncloud installiert und auf meinem Smartphone nutze ich FolderSync für Backups und Synchronisierungsaufgaben.

Nun bin ich hingegangen und synchronisiere das o.g. Verzeichnis auf meinen Server auf dem meine owncloud läuft.

Auf meinen Linuxbüchsen habe ich jeweils den owncloud Client installiert. Somit habe ich die ToDo.txt auf alle Rechnern.
In der Firma habe ich sowieso immer eine Shell offen. Auf den Androiden erledigt FolderSync die Synchronisierung.

Fertig ist meine perfekte ToDo Verwaltung, ohne dass ich meine Daten an irgendwelche Fremdhoster übergeben muss.

Ich weiss gar nicht wie ich vor todo.txt meine Aufgaben organisieren konnte. :-)

Falls ihr Fragen haben solltet einfach melden.

 

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Raspberry Pi – Hab mir nun auch mal einen bestellt.

Der kleine Raspberry Pi ist ja nun schon länger Thema in diversen Foren…

In den letzten Tagen habe ich mich mal vermehrt mit dem Thema XMBC auf dem Raspberry Pi auseinander gesetzt. Und siehe da… Es gibt wohl schon einige sehr stabile Lösungen. :-)

Soooo… hab dann mal gerade bestellt:

– Raspberry Pi (Model B) -> kommt aus Italien, wird also ein paar Tage dauern

– Gehäuse

– Kühler ! :-)

– Stromkabel habe ich noch genug.

Sobald alles angekommen, konfiguriert und installiert ist, werde ich dann mal ausführlich berichten.

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Sabayon 8 erschienen: Bleeding Edge rocks! ;-)

Mit der Linux Distribution Sabayon liebäugel ich ja schon seit längerem.

Rolling Release, immer die aktuellste Software und trotzdem stabil… Das klingt wunderbar!

Der letzte Snapshot der erschienen ist, lief allerdings bei mir nicht so einfach „Out of the Box“. Hier mein Bericht: Sabayon 7

Am Wochenende habe ich mir nun Sabayon 8 (mit KDE Desktop) auf meinem Notebook installiert.

Bis jetzt bin ich mehr als begeistert! Nicht nur, dass man mehr oder weniger immer die aktuellsten Versionen der eingesetzten Software am Start hat. Einige Tools die ich einsetze sind entweder nicht quelloffen oder aber noch nicht in den jeweiligen Paketqellen vorhanden. Bei Sabayon finde ich auch diese Tools in den Quellen. Traum!

Ich werde auf jeden Fall weiter mit Sabayon arbeiten und wenn es weiter so stabil läuft auch meinen zweiten Rechner umstellen.

Ein wenig Mut zum Risiko muss man bei Sabayon natürlich mitbringen, da immer das „neuestes Zeugs“ haben nicht zwingend mit Stabilität einhergeht. Zum Einsatz auf Produktivsystemen also nur bedingt geeignet.

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Spiegel Online schreibt Artikel über Linux

Da war ich am Wochenende aber doch überrascht als ich das
Wörtchen „Linux“ im Newsreader unter Spiegel Online fand. :-)

Aber kein Scherz… Spiegel Online hat einen recht positiven Artikel zum Thema Linux als Alternative zu Windoof verfasst.

Hier entlang zum Bericht:

Spiegel Online über Linux

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Linux: nano, oder die bedienbare Alternative zu vi/vim :-)

Vermutlich wird mir hierfür jeder System Administrator vor die Schnauze hauen. :-)

Ich hasse vi und genauso den vim! *duck*

Ich musste letztens ein paar Skripte auf meinem NAS ändern und habe es mal wieder mit dem vi als Texteditor versucht… Ich breche mir bei dem Ding eher sämtliche Finger, als das ich in einem Skript auch nur eine Zeile sauber geändert bekomme…

Gott sei Dank konnte ich mir auf dem NAS nano nachinstallieren. Ja, nano ist schlicht und JA nano ist einfach. Aber mit nano komme ich bei Skripten einfach schnell ans Ziel.

Jeder der nach einer Alternative zu vi sucht, gerade auf Maschinen wo es keine Klicki Oberfläche gibt, sollte nano mal eine Chance geben.

Der Editor ist mittlerweile auch bei fast allen Distributionen per Default installiert.

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Linux: Änderung der Spracheinstellung (Systemvariablen)

In einem meiner letzten Artikel hatte ich bereits darüber geschrieben wie man die deutsche Sprachunterstützung in Fedora freischaltet bzw. nachinstalliert. Ich weiss jetzt nicht ob es nur Fedora betrifft oder auch andere Linux Distributionen, aber bei mir war das nur der halbe
Gewinn, denn die Systemvariablen standen immer noch auf US. Und diese Variablen werden von Programmen ausgewertet um die UI Sprache zu setzen. Somit waren bei Thunderbird, Chromium und Co weiterhin auf Englisch.

Um zu prüfen wie diese Variable gesetzt sind öffnet man ein Terminal Fenster und erhält über die Eingabe von

locale

ein in etwa so aussehendes Ergebnis (je nach Werten der Systemvariablen):

LANG=en_US.UTF-8
LC_CTYPE="en_US.UTF-8"
LC_NUMERIC="en_US.UTF-8"
LC_TIME="en_US.UTF-8"
LC_COLLATE="en_US.UTF-8"
LC_MONETARY="en_US.UTF-8"
LC_MESSAGES="en_US.UTF-8"
LC_PAPER="en_US.UTF-8"
LC_NAME="en_US.UTF-8"
LC_ADDRESS="en_US.UTF-8"
LC_TELEPHONE="en_US.UTF-8"
LC_MEASUREMENT="en_US.UTF-8"
LC_IDENTIFICATION="en_US.UTF-8"
LC_ALL=en_US.UTF-8

Und genau das war bei mir natürlich nicht das gewünschte Ergebnis…

Wie setzt man nun also die Systemvariablen, damit alle Programme auf deutsch sind?

nGrundsätzlich ist das erstmal nicht schwierig. Einfach über die Konsole folgende zwei Zeilen absetzen:

export LANG=de_DE.UTF-8
export LC_ALL=de_DE.UTF-8

Eine weitere Abfrage über locale bringt dann auch das gewünschte Ergebnis:

LANG=de_DE.UTF-8
LC_CTYPE="de_DE.UTF-8"
LC_NUMERIC="de_DE.UTF-8"
LC_TIME="de_DE.UTF-8"
LC_COLLATE="de_DE.UTF-8"
LC_MONETARY="de_DE.UTF-8"
LC_MESSAGES="de_DE.UTF-8"
LC_PAPER="de_DE.UTF-8"
LC_NAME="de_DE.UTF-8"
LC_ADDRESS="de_DE.UTF-8"
LC_TELEPHONE="de_DE.UTF-8"
LC_MEASUREMENT="de_DE.UTF-8"
LC_IDENTIFICATION="de_DE.UTF-8"
LC_ALL=de_DE.UTF-8

Allerdings stehen die Systemvariablen dann nur in der aktuellen Session auf deutsch. Wenn man sich wieder ab.- und anmeldet stehen sie wieder auf dem Defaultwert US.

Um die Änderungen auch dauerhaft behalten zu können, reicht es aus die zwei genannten Zeilen in eine Datei zu übernehmen. z.B. setLanguage.sh

Die Datei muss ausführbar sein,
also…

chmod +x setLanguage.sh

Am sinnigsten ist es die Datei dann in folgendes Verzeichnis zu legen (root Rechte erforderlich):

/etc/profile.d/

Somit werden die Spracheinstellungen dann beim Login bzw. Laden der benutzerbezogenen Daten ausgeführt und sämtliche Programme sprechen wieder deutsch. :-)

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Welches Linux passt zu mir?

Es gibt sehr viele Linux Distributionen. Sehr viele!

Gerade für Umsteiger von einem anderen Betriebssystem kann die Auswahl schon recht erdrückend sein.

Distrowatch kann hier schon sehr hilfreich sein um mal einen Überblick über sämtliche Distributionen zu bekommen.
Aber auch hier kann der Überblick sehr ausufernd sein…

Durch Zufall bin ich letztens auf einen interaktiven Test gestoßen. Man bekommt einfach ein paar Fragen gestellt und je nach Antworten bekommt man am Ende des Tests eine Linuxdistribution vorgeschlagen.

Ich habe mehrere Durchläufe mit bewusst unterschiedlichen Antworten gemacht und fand das die vorgeschlagenen Distributionen eigentlich immer sehr passend waren.

Hier geht es zum Test:

http://www.zegeniestudios.net/ldc/index.php

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Linux: Mein persönliches Distributionschaos…

Ja ja… ich will immer das Neueste haben…

In den letzten Wochen haben ja sämtliche Distributionen neue Releases auf den Markt gebracht. Und „notgedrungen“ habe ich mir die führenden Distributionen installiert. Notgedrungen, da ich mit so gut wieder jeder Distro meine eigenen Problemchen hatte… Hätte ich mehr Zeit investiert, wären sicher auch einige Probleme zu
beheben gewesen, da ich aber genau diese Zeit nicht habe, habe ich mir die einzelnen Releases mehr oder weniger auf ihre „Out Of The Box“-Funktionalität angeschaut…

Hier mein persönliches Ergebnis:

Sabayon 7:

Das war eigentlich die Distribution, welche mich zur Zeit am meisten interessiert hat. Da ich gerne mal etwas neues ausprobiere und im letzten deimhart Podcast eigentlich auch nur positives berichtet wurde, habe ich mir das auf Gentoo basierende OS mal installiert. Im ersten Versuch auf meinem alten Rechner mit einer uralten Nvidia GeForce (5700) Grafikkarte. Ich habe mich für die Gnome Version entschieden. Seit die Seite Gnome Shell Extensions an den Start gegangen ist, ist der Gnome 3 Desktop für mich nicht nur richtig
gut nutzbar geworden, sondern auch mein derzeitiger Desktop Favorit! Allerdings ließ sich nicht mal die Live CD auf meinem Rechner starten… Sobald der Desktop gestartet werden sollte kam bei mir nur die Konsole…. Eine Installation von der CD hat keine Besserung gebracht… Ich habe dann die Installation auf meinem relativ aktuellen Notebook gestartet. Die Live CD lief dort zwar, aber nach der Installation kam ebenfalls nur die Konsole… Da ich Sabayon aber unbedingt mal antesten wollte, habe ich einen nächsten Versuch mit der KDE Version gewagt. Und das obwohl ich nicht gerade ein KDE Freund bin. Nun gut…oder eben auch nicht… Auf meinem Desktop Rechner habe ich wieder nichtmals die Live CD ans Fliegen bekommen und auf meinem Notebook habe ich nach der Installation ebenfalls nur die Konsole bekommen. Schade…. Sabayon hat mich doch wirklich gereizt. Allerdings sollte die Distribution ja gerade für ihre „Installieren und LÄUFT“ Charakter bekannt sein… nur halt bei mir nicht…

weiter ging
es dann mit…

Fedora 16:

Ich bin ein großer Fedora Freund. Auf meinem Notebook hatte ich bisher fast nur Fedora im produktiven Einsatz. Für mein Notebook habe ich mir die neue Version mit Gnome 3 installiert. Gnome 3 mit seinen Extensions und Fedora 16 laufen perfekt auf meinem Notebook, sodass mein Laptop ab dem Moment der Installation aus dem Rennen war für weitere Tests. Da ich so begeistert war habe ich mir die Version auch direkt auf meinem Desktop Rechner installiert. Leider nur mit mäßigem Erfolg… Der Gnome 3 Desktop flackerte ohne Ende und nach ein paar Änderungen am Grafikkartentreiber ließ er sich gar nicht mehr starten. Nun gut… also habe ich mir Fedora 16 mit KDE Desktop installiert. Das lief perfekt! Für KDE in Kombination mit meinem alten Rechner sogar richtig schnell und flüssig. Nach einem Tag nutzen kam aber auch hier ein Haken ins Spiel, welcher mich zu einem weiteren Wechsel zwang. Unter Fedora
16 scheint es Probleme mit dem openssh Server zu geben. Wie bei fast jeder Distribution ist dieser per Default installiert. Aber scheinbar unbrauchbar… Jeder Versuch den Daemon zu starten scheiterte… Nur eine Deinstallation und erneute Installation hat hier geholfen. Allerdings mit dem nächsten Problem. Der SSH Daemon läuft dann zwar, allerdings habe ich es nicht geschafft ihn zu überreden mal an einem anderen Port als 22 zu lauschen. Die Konfig Dateien hatte ich korrekt angepasst, nur hat sich der Daemon nicht wirklich dafür interessiert. Da ich aber auf den SSh Server angewiesen bin kam auf meinem Desktop Rechner auch Fedora nicht in Frage. Nach längerer Unterhaltung mit Doktor Google habe ich aber gesehen, dass es wohl auch schon einen Call zu dem Problem mit dem Open SSH Server und Fedora 16 gibt… Ist vielleicht nur eine Frage der Zeit bis der behoben ist….

Ubuntu 11.10

Auch Ubuntu sollte noch eine Chance
bekommen… inkl. der umstrittenen Unity Oberfläche… Ubuntu ließ sich ohne Probleme auf meinem Rechner installieren. Unity lief auch soweit recht flüssig. Allerdings nur solange bis ich die proprietären NVidia Treiber aktiviert habe… Danach ließ sich der Desktop nur noch im Fallback Modus starten… Unabhängig davon, dass auch hier wieder Probleme mit dem Treiber der Grafikkarte ursächlich waren, gefällt mir Unity nicht. Gerade jetzt wo man sich den Gnome 3 Desktop ordentlich zurecht „pimpen“ kann, ist Unity für mich kein Thema mehr. Auf eine nachträgliche Installation von Gnome 3 habe ich dann allerdings verzichtet, da ich direkt davon ausgegangen bin, dass Gnome 3 mit den NVidia Treibern nicht sauber laufen wird…

Linux Mint 12

Linux Mint 11 lief sehr lange auf meinem Rechner und ich war auch sehr angetan von der auf Ubuntu basierenden Distribution. Also habe mir mal das neue Release installiert und war leider
sehr enttäuscht… Linux Mint kommt mit einem angepassten Gnome 3 Desktop UND einem Gnome 2 Fork namens Mate. Ich weiss nicht warum die Jungs den Gnome 3 Desktop angepasst haben, aber so gefällt er mir auf jeden Fall nicht. Die Kombination mit Mate ist auch nicht mein Ding zumal Mate noch sehr unreif wirkt, was allerdings auch vom Projektteam so kommuniziert wurde. Auch hier „Schade“… aber für mich so nicht brauchbar…

Langsam aber sicher habe ich mich damit abgefunden, dass es allgemein Probleme mit den Treibern für meine NVidia Karte gibt und mich ich auf meinem Desktop PC mit KDE anfreunden muss… nun gut… nächster Versuch:

OpenSuse 12.1

Über 4 GB (!!!!!) großes Image runtergeladen, installiert und sicher fast 5 Minuten mit gearbeitet….

Neeeeeeee…….. Deinstallation…..

Und nun??? Immer noch nichts brauchbares dabei….

Kubuntu 11.10

Eigentlich wollte ich ja nicht…. aber irgend eine Distribution muss doch sauber laufen…. Kubuntu 11.10 läuft. Bei weitem nicht so flüssig wie KDE auf Fedora 16, aber es geht. Allerdings sind sämtliche Fensterrahmen total verzerrt. Und auch hier bin ich wohl wieder in eine Bugfalle getreten. Denn scheinbar hat der Window Manager KWin ein Problem mit alten Grafikkarten von Nvidia, was sich in verzerrten Fensterrahmen niederschlägt. Auch hier habe ich einen Call gefunden… Bisher einzige Lösung für mich ist es den Composit-Typ auf XRenderer zu stellen. Dadurch gehen zwar die Effekte flöten und der Desktop reagiert deutlich langsamer, aber mit OpenGL kommen halt wieder die verzerrten Fensterrahmen… Auch hier wird es sicher bei Zeiten einen Fix geben….

Fazit: Da ich mir nun sämtliche neuen Releases der großen Distributionen mal angeschaut habe, muss ich leider eins ernüchternd feststellen: So einfach „Out Of The Box“ laufen die Linux Systeme leider
nicht immer. Natürlich bekommt man sie mit ein wenig Gefrickel ans Laufen. Allerdings ist es so natürlich schwierig den Otto Normal Benutzer an Linux heranzuführen. Wobei vermutlich fast alle meine Probleme immer die Treiber von Nvidia als Ursache hatten…

Mein momentaner Favorit ist Fedora 16. Stabil, schnell und gut.

Mein Wunschfavorit bleibt weiterhin Sabayon. Vielleicht finde ich ja in den nächsten Wochen doch nochmal Zeit um mich an der Installation zu versuchen. Bis dahin muss ich mich wohl mit Kubuntu auf meinem Desktop Rechner begnügen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Linux Mint 12 (Lisa) – erster Versuch – weiterhin nur RC!

Nachdem viele Blogs und Twitter Feeds die Meldung über die Veröffentlichung von Linux Mint 12 (Codename: Lisa) verbreitet haben, habe ich mir nun mal die Isos für die Installation runtergeladen.

Erstmal die große Datei mit Codecs…

Von der ließ sich Mint mal gar nicht installieren… Kein Start der Live-CD, sondern nur Start der Konsole….

Im zweiten Versuch die kleine Datei ohne Codecs…. (beide in der 32bit Variante)

hiermit startete dann wenigstens mal die Installation bzw. auch der Live Modus…

Ich habe
nur ein wenig im Live Modus rumgeklickt und bin weder begeistert noch großartig enttäuscht. Man hat halt die Gnome Shell in einer leicht modifizierten Version und unten Links trotzdem noch das Anwendungsmenu. Dieses sieht in der Tat noch nicht ganz fertig aus. Das hat mich allerdings nicht davon abgehalten die Installation mal zu starten… Leider brach auch diese ab bei der Anlage der Benutzer…

Schade… ich warte dann noch ein wenig….

Ich bin allerdings auch überrascht, dass so viele Blogs über die Veröffentlichung von Linux Mint 12 berichten… vor allem aber auch derbe Kritik austeilen…

Genauso schreiben viele Blogs, dass sie sich wundern, dass auf der Linux Mint Homepage noch nichts offizielles verkündet wurde.

Wundert mich ehrlich gesagt nicht, denn bei der momentan verfügbare Version handelt es sich weiterhin nur um einen Release Candidate!!!

Darüber berichten die Blogs leider nicht. erkennen kann man das auch recht schön am Dateinamen der Isos.
Das ist immer noch ein „rc“ enthalten.

Also liebe Kritiker… bitte mit der Kritik abwarten bis die finale Version rauskommt.

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