Notizverwaltung mit Synchronisierung (Android/Linux) OHNE Dropbox, Evernote und Co

Dienste für die Verwaltung und Synchronisierung von Notizen gibt es wie Sand am Meer.

Ich halte bekanntlich nicht viel von diesen Diensten, da ich nicht weiss was mit meinen Daten geschieht, bzw. noch schlimmer: manchmal weiss man es sogar sehr genau…

Wie man eine „eigene“ Notizverwaltung hinbekommt inklusiver der Synchronisierung über mehrere Geräte möchte ich in diesem Artikel beschreiben.

Einleitend möchte ich erwähnen, dass für mich eine Notizverwaltung nichts weiter ist, als eine Sammlung von Textdateien in denen ich mir Anleitungen, Gedanken, Ideen, etc… niederschreibe. In dem von mir beschriebenen Vorgehen würden zwar auch Bilder, Tondateien usw. nicht stören, allerdings beschränke ich mich auf die erwähnten Textdateien.

Fangen wir erstmal lokal auf unserem Rechner an.
Ich habe einfach einen Ordner mit Textdateien. Nennen wir den Ordner einfach „Notizen“. Innerhalb des Ordners befinden sich weitere Ordner welche jeweils eine Kategorie abbilden sollen.

Beispiel:

– Notizen
– Android
– Linux
– Blog
– etc…

Nun benötigt man noch ein wenig Webspace. Ich für meinen Teil verwende meine eigene Owncloud Installation.
Entweder man mountet sich den Webspace direkt ins Filesystem, oder nutzt den Owncloud Sync Client, welcher unter Linux sehr gut funktioniert.

Für Dropbox Anhänger kann natürlich auch der Dropbox Client, bzw. die Dropbox Synchronisierung verwendet werden.

Somit hat man die Desktop Variante für die Notizverwaltung bereits erledigt.

Mir persönlich kommen allerdings meistens die Ideen wenn ich gerade mal nicht vor dem Rechner sitze. Also wäre es doch ideal seine Gedanken über sein Android Handy oder Smartphone auch unterwegs erfassen zu können und diese später am Rechner weiterzubearbeiten.

Um die Synchronisierung auch über seine Mobilgeräte auszuweiten gibt es auch recht einfache Lösungen.

Auf meinem Android Gerät habe ich ebenfalls einen Ordner „Notizen“. Diesen synchroniesiere ich, genauso wie an meinem Desktop, mit meiner
Owncloud Installation. Die eigene Owncloud Installation muss auch nicht zwingend im großen weiten Netz stehen. Da wir hier von Textdateien reden und diese
nur ein paar kb groß sind, reicht auch die Owncloud Installation auf eurem NAS.
Um euren Ordner zu synchronisieren gibt es mehrere Wege.
Wenn ihr eure Owncloud nutzt, könnt ihr den entsprechenende Client aus dem Play Store verwenden. Dieser hat allerdings den Nachteil, dass man keine
Ordner synchronisieren kann, sondern lediglich Dateien. Über diesen Weg müsstet ihr dann jede Notizdatei einzeln für die Synchronisierung markieren.

Ich persönlich bevorzuge da eher die App FolderSync aus dem Play Store. Diese App ist speziell, wie der Name schon sagt, für die Synchronisierung von Ordnern gemacht. Der Sync funkioniert gegen alle großen Dienste wie Dropbox, Amazon, Google Drive, usw… Man kann aber auch einfach über Webdav seine Owncloud einbinden. Man erzeugt dafür ein Ordnerpaar. „Lokaler Ordner Notizen“ und „Owncloud Ordner Notizen“. Die Synchronisierung kann zeitlich gesteuert laufen, manuell oder aber auch wenn sich lokal Dateien geändert haben. Ich nutze die Kombination aus zeitlicher Steuerung und Synchronisierung bei Änderung einer Notizdatei.

Hiermit sind wir nun soweit, dass wir die Notizdateien synchronisiert auf unserem Desktop, Webdav Server und Android Gerät haben.

Was jetzt nur noch fehlt ist eine vernünftige App um die Notizen auf dem Smartphone zu verwalten.

Und auch hier gibt es eine wunderbare App, welche sogar kostenlos ist.

Papyrus Ex

Papyrus Ex ist eigentlich „nur“ ein Texteditor, welcher genau für den beschriebenen Usecase gemacht wurde. In der Konfiguration der App stellt man den Ordner mit seinen
Notizdateien ein. Über die App kann durch die Ordner navigiert werden, oder aber auch die Volltextsuche genutzt werden um Notizen wiederzufinden. URLs in Textdateien
können als Link dargestellt werden. Notizen werden als Textdatei gespeichert, wobei der Name aus der ersten Zeile der Notiz gebildet wird. Was ich ebenfalls klasse
finde ist die Möglichkeit Dinge aus anderen Apps an Papyrus Ex weiterzuleiten. Seien es Mails, Links oder Artikel aus eurem RSS Reader.

Für mich ist diese Kombination die perfekte, schnörkellose Notizverwaltung. Vor allem ist die Lösung leicht realisiert, ohne dass meine seine Daten an Dienste
wie Dropbox oder Evernote weitergeben muss.

 

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Einbinden von NFS Freigaben über autofs (z.B. für Synology NAS)

. Bisher habe ich meine NFS Freigaben von meinem Synology NAS immer direkt beim Booten über fstab gemountet. Die Einträge in der fstab sahen dann in etwa so aus:

IP_NAS:/volumeUSB7/usbshare /mnt/NAS/Dokumente nfs rw 0 0
IP_NAS:/volume1/music /mnt/NAS/musik nfs rw 0 0

Das funkioniert im Prinzip auch soweit ganz gut. Allerdings hat es zwei Nachteile:

  • Die NFS Freigaben werden während des Bootens bereits gemountet, je nach Distribution und Konfiguration, geschieht dies in einem Moment wo der Network Manager (oder andere abhängige Dienste) noch nicht gestartet wurden. Hier muss dann manuell an der Konfiguration geschraubt werden. Genauso kann es vorkommen, dass das NAS nicht verfügbar ist und dadurch der Bootvorgang lange dauert oder schlichtweg der Rechner nicht mehr sauber startet, wenn das NAS nicht verfügbar ist. Sowas passiert zum Beispiel gerne mal, wenn man sein Notebook ausserhalb des eigenen Netzes nutzt.
  • Ein weiterer Nachteil ist die Auslastung des eigenen Netzwerkes. Hat man zum Beispiel noch fünf USB Platten am NAS hängen und diese auch in der fstab eingetragen, werden alle Platten des NAS beim Booten des Rechners aus dem „Tiefschlaf“ gerissen und es findet schon jede Menge Traffic statt ohne dass man den Zugriff in diesem Moment überhaupt benötigt. Ganz zu schweigen vom Stromverbrauch.

Vor ein paar Tagen bin ich dann über einen Artikel auf tuxanddroid.de auf autofs aufmerksam geworden. Der Artikel auf tuxanddroid bezieht sich auf SMB Freigaben, ausserdem bin ich noch auf ein, zwei Stolpersteinchen gestoßen, sodass ich hier ebenfalls noch einen Artikel zu dem Thema verfassen möchte.

autofs macht nichts anderes als Freigaben (egal ob NFS, SMB etc.) erst dann zu mounten wenn sie benötigt werden. Die Notwendigkeit wird zum Beispiel durch einen Klick in Nautlius auf den jeweiligen Ordner oder aber auch durch ein „ls“ auf der Console bestimmt. Auch übernimmt autofs das automatische „aushängen“ wenn auf die Laufwerke nicht mehr zugegriffen wird.

autofs ist in jeder Distribution als Paket enthalten. Die Installation ist also sehr einfach.

Für Sabayon:

sudo equo install autofs

Auch die Konfiguration ist recht einfach. Sie wird prinzipiell über zwei Dateien erledigt.

Alle notwendigen Dateien liegen unter:

etc/autofs/

Beginnen wir mit der Datei auto.master. Diese laden wir in einen beliebigen Editor mit root Rechten.

sudo nano /etc/autofs/auto.master

Und ja… ich liebe nano! :-)

Viel gibt es hier nicht zu tun, lediglich eine Zeile ist hinzuzufügen.

/mnt/NAS    /etc/autofs/auto.synology --ghost

Teil 1 gibt den Mount Punkt für die NFS Freigaben an. Dieses Verzeichnis sollte bereits vor der Nutzung von autofs angelegt werden:

sudo mkdir /mnt/NAS

Teil 2 gibt an in welcher Datei die NFS Freigaben konfiguriert sind. Die Datei kann einen beliebigen Namen haben. Noch existiert die Datei nicht, also legen wir sie fix an.

sudo touch /etc/autofs/auto.synology

Teil 3 ist optional. Hier werden Optionsparameter gesetzt. Achtung! auf das doppelte Minus achten! Bei jedem weiteren Optionsparameter ist nur ein minus zu setzen.

-ghost gibt an, dass die mount Punkte sichtbar sind auch wenn die NFS Freigabe noch nicht gemountet wurde. Die Option -ghost ist einer der von mir erwähnten Stolpersteine. Ist diese Option nicht gesetzt, werden die Verzeichnisse wo die NFS Freigaben landen nicht angezeigt. Wenn die Verzeichnisse nicht angezeigt werden, kann man auch nicht darauf klicken, um das automount zu triggern. Typisches „Henne-Ei-Problem“ :-)

Nun tragen wir die Freigaben in die gerade erstellte Datei auto.synology ein.

sudo nano /etc/autofs/auto.synology

Hier wird nun pro Zeile eine NFS (oder SMB, etc) Freigabe eingetragen.

Hier mal drei selbsterklärende Beispiele:

Bilder -fstype=nfs,rw IP_VOM_NAS:/volume1/photo
Web -fstype=nfs,rw IP_VOM_NAS:/volume1/web
Dokumente -fstype=nfs,rw IP_VOM_NAS:/volumeUSB4/usbshare

Über den Namen am Beginn jeder Zeile wird dann ein Verzeichnis unter dem definierten Mount Punkt angelegt.

Die beiden modifizierten Dateien müssen noch mit den entsprechenden Rechten verarztet werden.

sudo chmod 644 /etc/autofs/auto.master
sudo chmod 644 /etc/autofs/auto.synology

Grundsätzlich war es das erstmal. Allerdings gibt es noch einen weiteren Stolperstein. 😉

Wenn ihr eure NFS Freigaben wie ich bisher über die fstab gemountet habt, wird autofs solange nicht funktionieren, bis ihr die Einträge aus der fstab entfernt habt und die Freigaben mit einem

sudo umount -a

gelöst habt. Denn eine NFS Freigabe kann genau nur einmal gemountet werden. Mit den Einträgen in der fstab wird autofs die NFS Laufwerke nicht mounten können. Bei mir gab es sogar nichtmals eine Fehlermeldung in /var/log/messages….

Wenn ihr vorher schon Einträge in der fstab hattet, empfehle ich euch den Rechner einmal durchzustarten.

Unter Sabayon wird der Dienst autofs nicht direkt automatisch gestartet.

Das geschieht über:

sudo /etc/init.d/autofs start | stop | restart

Wenn man möchte das der Dienst auch beim Booten gestartet wird, ist am Beispiel von Sabayon noch folgendes Kommando abzusetzen:

sudo rc-update add autofs default

Das war es schon! Wenn man seine Verzeichnisse auch im home wiederfinden mag, geht das am besten über Links. Beispiel:

ln -s /mnt/NAS/Bilder /home/BENUTZER/Bilder/Bilder_NAS

oder

ln -s /mnt/NAS/Dokumente /home/BENUTZER/Dokumente

Wenn jetzt alles funkitoniert hat, dann solltet ihr beim nächsten Klick auf die Verzeichnisse erst dann die dazugehörige NFS Freigabe gemountet haben.

Und wenn man sich die paar Zeilen Konfiguration anschaut, kann man diese natürlich wieder ganz wunderprächtig in ein Skript gießen um nach dem Neuaufsetzen eines Rechners nicht wieder alles von Hand machen zu müssen. :-)

 

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MiniDLNA: Sehr guter DLNA Server und bessere Alternative zum Synology Medienserver

Seit dem letzten größeren Update von meinem Synology NAS hatte ich desöfteren Probleme beim schauen von Videodateien über die PS3. Warum kann ich nicht genau sagen… Scheinbar kamen nicht mehr genug Daten durch die Leitung, was sich im störenden Ruckeln bemerkbar machte… Kann aber auch sein, dass mein NAS einfach zu schmalbrüstig ist und an RAM oder CPU Grenzen gestoßen ist.

Viele Dienste von Synology nutze ich sowieso nicht, also begab ich mich auf die Suche nach einer Alternative für den Synology Medienserver. Mich hat hierbei sowieso gestört, dass der Synchronisierungsjob (Hinzufügen von neuen Mediendateien) alles war… nur nicht zuverlässig… Neue Musikalben waren teilweise erst Tage später in der Datenbank bzw. teilweise auch erst dann, wenn ich die Sync Job manuell gestartet habe.

DLNA Server gibt es einige. Leider kommen sehr viele für mich nicht in Frage, da ich mit das kleinste NAS von Synology habe und die Server dann schlichtweg nicht installiert werden können. Zum Beispiel Plex :-(

Dennoch habe ich einen sehr guten Ersatz gefunden, welcher auf meinem NAS sogar besser läuft als der Medienserver von Synology.

miniDLNA

miniDLNA ist ein sehr schlanker DLNA Server mit dem man wunderbar seine Videos, Musik und Bilder im Netz streamen kann.

Vorraussetzung für die Installation auf dem Synology NAS ist, dass man in der Lage ist Third Party Apps auf dem NAS zu installieren.

Dazu gibt es hier eine sehr gute Anleitung.

Für mich bietet der miniDLNA Server folgende Vorteile gegenüber dem Medienserver von Synology:

  • Bild, welches auf dem Client angezeigt wird ist Tux :-)
  • Keine Notwendigkeit mehr mehrere Festplatten über bind in die Standardverzeichnisse zu mounten
  • Initiale Befüllung der Mediendatenbank läuft schneller als beim Synology Server
  • Dienst zur Überwachung der Medienverzeichnisse läuft zuverlässiger
  • kein Ruckeln beim schauen von Videos
  • Cover Anzeige von Musikalben auf dem Client

Die Installation erfolgt folgendermaßen:

  1. Anmeldung am Webinterface des NAS
  2. Starten des Paketzentrums
  3. Einstellungen aufrufen und Register Paketquellen auswählen.
  4. Paketquelle hinzufügen
  5. In das Feld Name schreibt ihr den Namen des Paketes oder eine Beschreibung rein.
  6. In das Feld Ort tragt ihr folgende URL ein:
    http://pvr.unzureichende.info/synology
  7. Im Paketzentrum könnt ihr dann über das Register „Andere Quellen“ den miniDLNA Server installieren

Ein Start wird jetzt noch nicht funkionieren, da der Server erstmal konfiguriert werden mag.

Also melden wir uns als root über ssh am NAS an.

Dort wechseln wir in folgendes Verzeichnis:

/volume1/@appstore/minidlna/etc/

Wir öffnen die Datei minidlna.conf mit einem Editor. Welchen man verwendet ist wurscht.

Ich gehe jetzt nur auf die wichtigsten Konfigurationspunkte ein. Man sollte sich die Datei aber ruhig in Ruhe im Detail anschauen.

Wichtig sind die Verzeichnisse mit den Medieninhalten:

media_dir=A,/volume1/music
media_dir=P,/volume1/photo
media_dir=V,/volume1/video

Im Gegensatz zum Standard Medienserver können hier auch USB Platten berücksichtigt werden.
Zum Beispiel so:

media_dir=V,/volumeUSB2/usbshare1-2/Familienfilme
media_dir=P,/volumeUSB1/Bilder

Die Buchstaben A, P und V stehen jeweils für Audio, Photo und Video. So weiss der minidlna Server auch was er in den angegebenen Verzeichnissen zu suchen hat.

inotify=yes

Dieser Wert sollte auf yes bleiben, da er den Dienst laufen lässt, welcher die Medienverzeichnisse auf neue Dateien überwacht.

Das war es an Pflichtkonfiguration. Man kann aber auch noch diverse andere Dinge ändern, wie zum Beispiel den Ablageort der Datenbank oder den Namen des Servers (wird im Client angezeigt).

Nun können wir den Server starten. Paketzentrum->Register „Installiert“->miniDLNA start

Gebt dem Server ein bis zwei Stündchen Zeit. Er muss im ersten Schritt erstmal die Mediendatenbank erzeugen, was schonmal ein paar Stunden dauern kann.

Danach solltet ihr über eure entsprechenden DLNA Clients den neuen Server sehen können.

Wenn ihr erstmal nur testen wollt, könnt ihr den Medienserver von Synology ruhig im Parallelbetrieb fahren. Die beiden beissen sich nicht. 😉

Als Client für Android Geräte kann ich übrigens folgende App empfehlen:

BubbleUPnP

 


 

http://elan.plexapp.com/

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Nachtrag zum Thema: owncloud für Synology NAS

Damit es nicht in den Kommentaren zum alten Artikel untergeht….

Eric aus dem Nachbarblog http://www.eg-blog.de/ hat ein spk Paket für das Synology NAS gebastelt.

Somit braucht man sich nicht mehr um die Konfiguration von owncloud kümmern und bekommt (wenn man die Quelle ins Paketcenter einträgt) auch
gleichzeitig Updates mit!

Ich hatte noch keine Zeit es zu testen, aber auf jeden Fall schonmal Danke dafür!

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Eigene(r) Dropbox/Cloud Storage mit Synology NAS und Sparkleshare

Online Speicher ist schon etwas feines. Mittlerweile gibt es auch zig Anbieter, welche Speicherplatz
anbieten (Dropbox, Wuala, Sugarsync, etc…). Meistens bekommt man ein kleines bisschen Speicher sogar kostenlos, was in der Regel für ein paar Dokumente oder Bilder ausreicht. Will man mehr Speicher haben, muss man Geld bezahlen. Egal welcher Dienst, jeder hat seine Vor.- und Nachteile. Alle haben für mich aber etwas gemeinsam:

Jemand „Fremdes“ hat MEINE Daten auf SEINEN Servern.

Und genau damit kann ich mich einfach nicht anfreunden. Aus diesem Grund bin ich schon länger auf der Suche nach einer Lösung um mein NAS als Online Storage zu nutzen. Bis jetzt habe ich die Platten im eigenen Netz über NFS gemounted, sodass ich mit allen Rechnern darauf zugreifen und die Dokumente bearbeiten konnte. Von Unterwegs via
Android Telefon ging das ebenfalls über FTP, etc…

Komfortabler ist es aber die Dateien lokal zu bearbeiten, welche dann nach der Änderung automatisch zurück aufs NAS synchronisiert werden. Bei meiner Suche bin ich natürlich auch über Sparkleshare gestolpert.

Sparkleshare ist ein Open Source Client, welcher serverseitig ein GIT Repository benötigt.

Die folgende Anleitung bezieht sich auf einen Fedora Client und ein Synology NAS als Server. Für andere Systeme sollte es die Kombination an Software allerdings auch geben.

Installationsanleitung:

Einrichten des Synology NAS als Server

Vorbereitend muss das NAS in die Lage versetzt werden auch mit Fremdsoftware bestückt
zu werden.
Hier gibt es ein gutes Tutorial dazu: Installation IPKG

Ist das Paketverwaltungssystem IPKG installiert geht es weiter mit der Installation von git.

Dazu muss man sich als root via ssh oder telnet auf dem NAS anmelden. Danach werden folgende Befehle abgesetzt:

ipkg update
ipkg install git

Nach wenigen Sekunden ist die git Installation abgeschlossen.

Falls man den Connect zum git Repository mit einem speziellen User machen möchte, sollte man diesen nun über das Webinterface (DSM) vom NAS anlegen.

Wichtig ist, dass am NAS SSH Login (DSM Webinterface) aktiviert ist, da Sparkleshare über ssh mit git redet. Damit der zu nutzende User sich dann auch wirklich über ssh anmelden kann muss die Datei

/etc/passwd noch geändert werden. Ich nutze nano also Editor, allerdings spielt der Editor keine Rolle.
Im folgenden
Beispiel nenne ich den User einfach mal „Gituser“. Diesen müsst ihr dann durch den User von euch ersetzen.

nano /etc/passwd

Folgende Zeile muss geändert werden:
ALT:
Gituser:x:1026:100:Git:/var/services/homes/Gituser:/sbin/nologin
NEU:
Gituser:x:1026:100:Git:/var/services/homes/Gituser:/bin/sh

Ihr solltet euch nun testweise mit dem „Gituser“ über ssh anmelden. Wenn die Anmeldung funktioniert geht es weiter.

Als nächstes sollte über das DSM Webinterface ein neuer „Gemeinsamer Ordner“ angelegt werden. In diesem Ordner werden dann später die git Repository angelegt. Ich habe ihn bei mir GIT_REPO genannt. Wichtig ist, dass der User „Gituser“ Schreibberechtigung für diesen Ordner bekommt!

Wenn der Ordner angelegt ist und die Berechtigungen stimmen, können wir nun auch unser erstes leeres Repository anlegen. Dazu melden wir uns als Gituser über ssh an und legen ein neues Unterverzeichnis im GIT_REPO Ordner an.

mkdir -p /volume1/GIT_
REPO/Test

Nun wechseln wir in das Verzeichnis und erzeugen ein leeres Repository:

cd /volume1/GIT_REPO/Test
git init --bare

Damit haben wir unser erstes Repository und auch die ersten Arbeiten auf dem NAS abgeschlossen.

Einrichten von Sparkleshare auf dem Client:

Für Fedora sind folgende Zeilen in einem Terminal abzusetzen:

sudo curl -o /etc/yum.repos.d/sparkleshare.repo http://repos.fedorapeople.org/repos/alexh/sparkleshare/fedora-sparkleshare.repo
sudo yum install sparkleshare

Wie bereits erwähnt beziehe ich mich hier nur auf Fedora. Sparkleshare gibt es aber auch für andere Distributionen.
Die Installation auf dem Client ist damit abgeschlossen. Nun geht es an die Konfiguration.

Sparkleshare installiert sich als Dienst welcher über

sparkleshare start

starten, über

sparkleshare stop

anhalten und über

sparkleshare restart

neustarten
lässt.

Nach dem ersten Start von Sparkleshare wird man aufgefordert seinen Namen und eine EMail Adresse einzugeben. Danach läuft der Dienst, welcher aber noch keine Repositories überwacht.

Wir fügen nun ein Repository hinzu über das Tray Icon von Sparkleshare (Menüpunkt „Füge ein gehostetes Projekt hinzu“. Folgender Dialog erscheint:

Repository einrichten

Da wir unseren eigenen Server nutzen wollen, wählen wir „On My Own Server“.
Als Adresse muss die IP des NAS eingetragen werden. Sparkleshare nutzt per default den Namen git, welcher beim Connect vor die IP gestellt
wird. In unserem Beispiel haben wir aber den User Gituser vorgesehen, somit müsste der Eintrag für die Adresse wie folgt aussehen:

Gituser@IP_VON_EUREM_NAS

Der entfernte Pfad sieht dann so aus (wie in unserem Beispiel angelegt):

/volume1/GIT_REPO/Test

Nun klicken wir auf „Hinzufügen“, warten einen Moment und hoffen, dass eine Erfolgsmeldung kommt.

Damit man nicht immer ein Passwort für den ssh Connect eingeben muss, generieren wir uns nun ein ssh Schlüsselpaar und übetragen den Schlüssel auf das NAS.

Dies erfolgt so:

ssh-keygen
ssh-copy-id Gituser@IP_VON_EUREM_NAS

Auf dem Server entsteht folgende Datei mit den bekannten ssh Schlüsseln:

/volume1/homes/Gituser/.ssh/authorized_keys

Diese öffnen wir mit einem Editor unserer Wahl.

Auf dem Client öffnen wir die Datei:

/EUER_HOMEVERZEICHNIS/.config/sparkleshare/sparkleshare.EURE_EMAIL_ADRESSE.key.pub

In dieser Datei steht der ssh Schlüssel für Sparklshare. Diesen
kopieren wir als neue Zeile in die geöffnete Datei authorized_keys.

Dadurch sollte Sparkleshare sich nun über ssh mit eurem Server verbinden können, ohne dass ihr ein Passwort eingeben müsst.

Das war es dann auch. Ab sofort sollten alle Dateien aus eurem lokalen Ordner im Hintergrund auf das NAS übertragen werden. Will man das Repository auf mehrern Rechnern nutzen, muss die Client Installation und ssh Konfiguration pro Rechner wiederholt werden.

Das ganze funkioniert bei mir auch recht zuverlässig. Der Dienst hat sich zwar schon ein paar Mal verabschiedet, aber ein Datenverlust ist mir bisher nicht entstanden.

Falls ihr Fragen habt oder ich etwas vergessen, meldet euch einfach.

Als nächstes werde ich dann mal owncloud ausprobieren. :-)

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Synology NAS mit neuer Firmware DSM 4.0

Genau wie avm mit ihrem Fritz!OS Update hat nun auch Synology eine neue
Version ihrer Firmware mit dem Namen DSM 4.0 am Start. Diese Version gab es schon länger als Beta Version zum Testen. Nun ist sie allerdings offiziell erschienen. Ich habe mir die neue Version am Wochenende mal installiert.

Die Installation lief zwar fehlerfrei durch, allerdings musste ich noch ein wenig nachbessern bis mein NAS wieder fehlerfrei lief. Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich auf meinem NAS deutlich mehr Modifikationen laufen habe, als zum Beispiel auf meiner Fritzbox.

Probleme hatte ich mit dem Medienserver der durch das Update keine Dateien mehr gefunden hatte. Ich musste also die Indizierung der Mediendateien neu anstoßen was natürlich etliches an Zeit benötigt. Ferner greife ich über NFS auf die Platten zu was nach dem Update auch nicht mehr funktionierte. Hier musste man über das Webinterface einmal den NFS Dienst beenden und
wieder starten.

Ich habe nur ein kleines Modell, sodass ich nicht in den Genuss aller neuen Features komme.
Das Webinterface wurde deutlich überarbeitet und bietet nun die Möglichkeit über kleine Widgets direkt den Status des NAS abzulesen. Ein Highlight ist sicher auch der neue Dienst Cloud Station. Dieser soll in Zukunft ermöglichen seinen eigene Onlinefestplatte ala Dropbox zu nutzen und die Dateien über mehrere Rechner hinweg zu synchronisieren. Der Dienst ist allerdings noch im Beta Status und die dazugehörigen Clients bisher nur für Windows verfügbar. Dennoch klingt das schon sehr vielversprechend zumal ich absolut kein Freund von diesen ganzen Onlinefestplatten bin. Da hat die eigene Cloud Platte doch erheblich mehr Charme, da ich weiss wer auf meine Daten zugreift.

Genauso wie AVM arbeitet auch Synology kontinuierlich an neuen Features für ihre Geräte, absolut LOBENSWERT!

Wer noch etwas zögerlich ist, kann die neue Version von DSM 4.0 auch erstmal online ausprobieren:

nDSM 4.0 Live Demo

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NAS: Weg von der Fritzbox… hin zu Synology…

Einer der Gründe warum ich mir damals die Fritzbox 7390 geholt habe, war u.A. dass sie eine kleine NAS Funktionalität mit an Bord hat. Natürlich ist die Box in erster Linie Router und Telefonanlage, aber ein „bisschen“ NAS kann nicht schaden.

Ich habe die Fritzbox nun lange mit zwei USB Platten genutzt und war soweit auch ganz glücklich damit. Allerdings einen hohen Datendurchsatz hatte ich nie. Egal wie ich die Fritzbox angesprochen habe (FTP, CIFS, GVS) das absolute Maximum waren 3MB/s. Das war aber auch nur selten… sehr selten. Der Standard war eigentlich 1MB/s. Für den Zugriff über das Internet zum Laden von Dokumenten oder Bildern reichte das. Auch zum Streamen von Musik oder Filmen war es ausreichend. Wenn allerdings mehrere GB an Daten über die Leitung geschubst werden sollten, hat die Fritzbox doch sehr schnell „dicke Backen“ bekommen…

Die beiden Platten die ich bisher an der Box hatte, waren beides 2,5 Zoll Platten OHNE externe Stromversorgung.
Da mir die Platten aber zu klein waren, habe ich andere an die Box gehängt. Damit begannen dann die wirklichen Probleme. Dabei ist dann rausgekommen, dass mir die Fritzbox absolut keine Rufnummer von eingehenden Anrufen mehr anzeigen mochte, solange ein Gerät mit externer Stromversorgung angeschlossen war. Ganz egal, ob Drucker, USB.- Netzwerkswitch, Platte… Sobald ein Gerät angeschlossen wurde, welches über eine eigene Stromversorgung verfügte, zeigte mir die Fritzbox keine Nummer mehr an… nur noch unbekannt. Ich habe alles mögliche ausprobiert. Neues UTP Kabel, neues STP Kabel, andere Steckdosen, andere Räume, etc… Nichts hat hier geholfen. ich habe sogar von AVM ein Austauschgerät bekommen um einen Hardwaredefekt auszuschliessen. Aber auch damit kam keine Besserung. Dadurch griff natürlich auch keine Regel mehr, welche auf Rufnummern reagieren sollte.

Irgendwann war ich es dann einfach leid.

Da mir das Thema NAS bei der Fritzbox sowieso nicht so gut gefiel entschloss ich mich ein
kleines richtiges NAS von Synology zu kaufen. Also habe ich alle Platten wieder von der Fritzbox genommen und nun an das Synology Gerät geklemmt.

Konsequenz: JETZT weiss ich wie schön und schnell ein NAS sein kann (selbst bei den USB Platten habe ich einen Durchsatz von 15-20 MB/s) und ich bekomme wieder Telefonnummern angezeigt. :-)

Ich möchte hiermit auf keinen Fall die Fritzbox oder AVM bashen, mein Problem wird auch sicher hier im Haus mit den Stromleitungen zu tun haben, aber falls jemand etwas unzufrieden ist mit der NAS Funktionalität, kann ich jedem nur empfehlen mal ein NAS von Synology anzutesten. Die Geräte sind als Netzwerkspeicher hergestellt, Fritz NAS ist ein Goodie und das merkt man wenn man mal den Vergleich hat.

Über das Synology Nas werde ich in Zukunft sicher auch ein paar Artikel schreiben… im Moment fehlt mir hier leider die Zeit.

Für alle Neubesitzer: Hier ist schon einmal ein sehr gutes Wiki: Synology-Wiki

 

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