Ubuntu: Remote Zugriff mit NX – Problem mit Natty Narwhal

Wer genauso wie ich hier und da Remote Zugriff auf sein System braucht und nicht immer mit der Konsole arbeiten möchte, nutzt wahrscheinlich gerne mal Tools wie NX.

Da mit Natty aber Unity als neue Oberfläche (Compiz) genutzt wird, gibt es Probleme bei der Anzeige. Genauer gesagt man hat weder Panel noch Menü, auch die Rahmen der Fenster sind im Eimer.

Egal was man einstellt, es funktioniert nicht sauber.

Ich hoffe es wird hier bald ein Update geben.

Um trotzdem weiter arbeiten zu können kann man auf VNC zurückgehen. Das kommt für mich aber nicht in Frage, da unverschlüsselt.

Ich persönlich nutze weiterhin NX, habe mir aber auf dem Remote System Docky installiert, welches ich bei Bedarf starte. Zum Starten von Anwendungen nutze ich Gnome-Do. Das sieht zwar alles im Moment nicht ganz hübsch aus, aber so lässt sich die Büchse wenigstens bedienen.

Flattr this!

Ubuntu 11.04 Natty Narwhal: Da fehlt doch was?!

Bei Releases
neuer Ubuntu Versionen gehen ich in der Regel immer gleich vor.

Bis ich eine Version  auf ein Produktivsystem bringe, läuft diese erstmal in einer VM oder als Live CD. Gelegentlich starte ich auch ein Upgrade. Allerdings wenn ich mich entschließe eine Version produktiv zu nutzen, installiere ich diese immer von Grund auf neu.

Nach der eigentlichen Installation lasse ich ein paar Skripte laufen, welche mir für mich notwendige Software nach installiert, Daten zurücksichert und Konfigurationen vornimmt. Mit diesen Skripten richte ich alle Rechner bei mir ein und kann so sicher sein, dass sämtliche Maschinen gleich aufgesetzt sind.

Darüber schreibe ich auch demnächt mal einen Artikel.

Durch Tests der neuen Version und durch das Skript welches mir „meine“ Tools und Programme installiert, sind mir einige Dinge aufgefallen, welche es nicht mehr oder noch nicht gibt. Auch gibt es ein paar Werkzeuge die durch den Einsatz von Unity nicht mehr richtig funktionieren.

nOpenOffice -> klar, wurde ersetzt durch LibreOffice

handbrake (Tool für Videokonvertierung) -> scheint nicht mehr in den offiziellen Paketquellen zu sein, kann aber durch folgende PPA Quelle ersetzt werden:

sudo add-apt-repository ppa:stebbins/handbrake-releases
sudo apt-get update
sudo apt-get –yes install handbrake-gtk

prism (Zum Erstellen von kleinen Webapps) -> Leider ebenfalls aus den offiziellen Quellen rausgefolgen. Habe auch noch keinen Ersatz.

parcellite (Clipboard Manager)  -> nicht mehr vernünftig nutzbar mit Unity, da sich nur noch sehr wenige Programme mit TrayIcon in das obere Panel legen dürfen. Durch das TrayIcon hatte man aber den Zugriff auf die Clipboard Historie.

mail-notification-ssl (Notifier für EMails) -> nicht mehr vernünftig nutzbar mit Unity. Ausser man konfiguriert das Tool so, dass es neue Mails mit einem Popup
Fenster bekannt macht. Ich habe es aber über das TrayIcon genutzt.

cardapio (Alternatives Anwendungsmenü) -> nicht mehr nutzbar mit Unity

ailurus (Tweak Tool) -> gibt es noch nicht für Natty Narwhal. Alternativ kann aber ubuntu-tweak installieren

elegantGnome (Theme) -> gibt es noch nicht für Natty Narwhal.

cloudSN (Integration von Twitter und Google Reader als TrayIcon) -> geht nicht mehr unter Unity. Als sehr gute Alternative für Twitter kann man sich aber unity-lense-gwibber installieren. Das integriert sich sehr schön in das Unity Menü! Muss allerdings durch folgende PPA installiert werden:
sudo add-apt-repository ppa:gwibber-team/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get install unity-lens-gwibber

metamorphose2 (Batch Renamer) -> Läuft nicht mehr. Habe auch noch keine sinnvolle Alternative gefunden.

elementarytheme (Theme) -> Habe ich noch nicht ans Laufen gebracht. So wie ich in Foren gelesen habe, soll es aber funktionieren.

Ich gehe davon aus, dass einige Programme noch für Ubuntu 11.04 veröffentlicht werden, allerdings durch Unity gibt es nunmal die Einschränkung, dass sich nicht mehr alle Programm mit TrayIcon verewigen können. Für Programme welche aber über das TrayIcon genutzt werden, wird es wohl zumindest unter Nutzung von Unity erstmal nicht weiter gehen.

Flattr this!

Ubuntu 11.04 Natty Narwhal inkl. Unity Desktop: Volle Kraft voraus!

Das Wochenende ist vorbei und ich habe mich die Tage intensiv mit der neuen Ubuntu Version inkl. Unity Desktop beschäftigt.

Da ich nicht zur Kategorie „Mäusle Schubser“ gehöre und ich Unity missinterpretiert habe,
kam bei mir erstmal ein falscher Eindruck auf. Nach dem Artikel auf Pro-Linux und einem Artikel auf Linux und Ich (klasse!!) habe ich mich am Wochenende noch einmal mit Unity auseinander gesetzt.

Ich glaube nun habe ich Unity verstanden. :-)

Bisher habe ich Gnome benutzt (KDE hat mir noch nie so richtig gefallen, habe mich aber damit auch bisher zu wenig beschäftigt). Als Anwendungsmenü hatte ich Cardapio installiert, es aber selten benutzt da ich fast ausschliesslich mit Gnome-Do gearbeitet habe. Das untere Desktop Panel wurde bei mir durch ADeskBar ersetzt. Genau das was ich zur alltäglichen Arbeit benutzt habe, hat mir den ersten Kontakt zu Unity ganz schön erschwert. Unity verlangt dem Benutzer
doch einiges an Umgewöhnung ab. Komplett neues Menü, kein unteres Panel… Aber: Ich dachte das Unity in erster Linie für die Benutzung mit einer Maus erstellt wurde, nur das ist komplett FALSCH! Im Gegenteil, Unity ist eher auf Shortcut Steuerung per Tastatur ausgelegt und damit funktioniert es richtig gut!!  Gnome-Do kann einfach noch einiges mehr und somit brauche ich das Tool auch weiterhin, aber zum reinen Starten von Programmen nutze ich nun sogar eher die Unity Steuerung. Im großen und ganzen muss ich sagen, dass ich mittlerweile richtig angetan bin vom neuen Desktop Manager.

Da war ich wohl Opfer von Vorurteilen.

Ich denke im Laufe der Woche werde ich auch meine anderen Rechner auf Natty Narwhal bringen und Unity nutzen.

Was auch noch wichtig ist: Durch die Installation von Ubuntu 11.04 ist man nicht gezwungen Unity zu nutzen. Beim Login kann auch weiterhin Gnome als Desktop Manager ausgewählt werden, durch Selektion von Ubuntu
Classic.

 

Flattr this!