Raspberry Pi: Raspbmc mit XMBC und Synology

Sooo… wie angekündigt habe ich mir einen Raspberry Pi zugelegt… Naja… ehrlich gesagt habe ich mir direkt einen zweiten bestellt. :-) Einsatzgebiete habe ich genug.

Ich möchte heute einen kleinen Artikel dazu schreiben wie Raspbmc installiert wird und ein Synology NAS als Datenlieferant zu Verfügung gestellt wird. Was man alles an Hardware (welche Kabel, etc…) dazu benötigt kann über Google recherchiert werden.

Die Installation ist relativ einfach. Das war auch der Grund warum ich meinen ersten Test mit raspbmc gemacht habe.

Die allgemeinen Schritte zur Installation stammen von der offiziellen raspbmc Seite. ich übernehme sie aber hier, damit man hier alles zusammen hat.

Falls noch nicht vorhanden, solltet ihr euch über euren Paketmanager python runterladen! Ferner solltet ihr eure SD Karte auf die das OS kommt direkt an den Rechner anschliessen.

Los gehts….

Zuerst laden wir man die Installationsdatei runter:

wget http://svn.stmlabs.com/svn/raspbmc/testing/installers/python/install.py

Diese muss ausführbar sein:

chmod +x install.py

Das Installationsskript muss mit Root Rechten ausgeführt werden:

sudo python install.py

Es öffnet sich ein kleines Terminal Fenster, welches euch die möglichen Devices auflistet auf die raspbmc installiert werden. Achtung: Wählt hier bloß das richtige!! Die Installation macht euer Laufwerk erstmal unbrauch!

Habt ihr eure SD erkannt müsst ihr nur noch den Devicenamen eingeben…. also sdb oder ähnlich.

Das war es im Prinzip schon was ihr an eurem Rechner machen müsst. Wartet bis das Installationsskript alle Schritte erledigt hat und euch bescheid gibt, dass ihr die SD nun in den Raspberry Pi legen sollt.

Das Schwierigste ist damit erledigt. :-)

Pakt nun die SD Karte in den Raspberry und schliesst das Gerät am Fernseher, Netzwerk und Strom an. Danach läuft der Installer weiter. Auf keinen Fall das Gerät vom Netz nehmen! Das dauert dann ca. 15 Minuten und fertig ist euer XBMC Mediencenter. :-)

Positiv ist, dass ihr nfs (auch smb, nutze ich aber nicht) direkt vorinstalliert habt. Somit könnt ihr eure Platten vom Synology NAS direkt in XMBC hinzufügen. Fertig!

Leider nicht ganz! Denn wer wie ich ein Synology NAS als Datenspeicher verwendet, muss auch dort nochmal Hand anlegen. Das nfs über das DSM von Synology aktiviert sein muss ist selbsterklärend, auch müsst ihr die IP Adresse von eurem Raspberry Pi in die NFS Konfiguration des Synology NAS aufnehmen. Das ist alles noch recht einfach, allerdings das reicht leider noch nicht, denn über XBMC sieht man dann zwar die Laufwerke, kann sie aber nicht auswählen.

Wir müssen uns nun über ssh als root an unserer Synology Diskstation  anmelden.

Nach der Anmeldung öffnen wir die Datei /etc/exports mit einem Editor unserer Wahl. Bei mir, wie immer, nano :-)

nano /etc/exports

Ihr seht nun die Freigaben eurer DSM. Bei den Laufwerken, welche XMBC nutzen soll müsst ihr eine Änderung vornehmen:

Ändert in den entsprechenden Zeilen:

insecure_locks

in

insecure

ab. Macht das in jeder Zeile bzw. für jedes Laufwerk, dass XMBC nutzen soll!

Speichert nun die Datei ab.

Als letzten Schritt müsst ihr die Änderungen noch aktivieren:

exportfs -a

Neustarten müsst ihr die DSM nicht. Wichtig ist, dass ihr die Änderung an eurem Synology NAS nach Updates von Synology wiederholen müsst. Die etc/exports wird nämlich bei einem Update neu geschrieben.

Nun könnt ihr eure NFS Freigaben vernünftig in XMBC einbinden.

Noch einen allgemeinen Satz zu raspbmc. Es läuft, es läuft sogar recht gut. Es ist stabil und ruckelt auch nicht sonderlich. SD Mediendateien laufen perfekt. Bei HD Medien kann es schon zu Rucklern kommen. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit raspbmc.

Als nächstes werde ich mal xbian ausprobieren.

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Einbinden von NFS Freigaben über autofs (z.B. für Synology NAS)

. Bisher habe ich meine NFS Freigaben von meinem Synology NAS immer direkt beim Booten über fstab gemountet. Die Einträge in der fstab sahen dann in etwa so aus:

IP_NAS:/volumeUSB7/usbshare /mnt/NAS/Dokumente nfs rw 0 0
IP_NAS:/volume1/music /mnt/NAS/musik nfs rw 0 0

Das funkioniert im Prinzip auch soweit ganz gut. Allerdings hat es zwei Nachteile:

  • Die NFS Freigaben werden während des Bootens bereits gemountet, je nach Distribution und Konfiguration, geschieht dies in einem Moment wo der Network Manager (oder andere abhängige Dienste) noch nicht gestartet wurden. Hier muss dann manuell an der Konfiguration geschraubt werden. Genauso kann es vorkommen, dass das NAS nicht verfügbar ist und dadurch der Bootvorgang lange dauert oder schlichtweg der Rechner nicht mehr sauber startet, wenn das NAS nicht verfügbar ist. Sowas passiert zum Beispiel gerne mal, wenn man sein Notebook ausserhalb des eigenen Netzes nutzt.
  • Ein weiterer Nachteil ist die Auslastung des eigenen Netzwerkes. Hat man zum Beispiel noch fünf USB Platten am NAS hängen und diese auch in der fstab eingetragen, werden alle Platten des NAS beim Booten des Rechners aus dem „Tiefschlaf“ gerissen und es findet schon jede Menge Traffic statt ohne dass man den Zugriff in diesem Moment überhaupt benötigt. Ganz zu schweigen vom Stromverbrauch.

Vor ein paar Tagen bin ich dann über einen Artikel auf tuxanddroid.de auf autofs aufmerksam geworden. Der Artikel auf tuxanddroid bezieht sich auf SMB Freigaben, ausserdem bin ich noch auf ein, zwei Stolpersteinchen gestoßen, sodass ich hier ebenfalls noch einen Artikel zu dem Thema verfassen möchte.

autofs macht nichts anderes als Freigaben (egal ob NFS, SMB etc.) erst dann zu mounten wenn sie benötigt werden. Die Notwendigkeit wird zum Beispiel durch einen Klick in Nautlius auf den jeweiligen Ordner oder aber auch durch ein „ls“ auf der Console bestimmt. Auch übernimmt autofs das automatische „aushängen“ wenn auf die Laufwerke nicht mehr zugegriffen wird.

autofs ist in jeder Distribution als Paket enthalten. Die Installation ist also sehr einfach.

Für Sabayon:

sudo equo install autofs

Auch die Konfiguration ist recht einfach. Sie wird prinzipiell über zwei Dateien erledigt.

Alle notwendigen Dateien liegen unter:

etc/autofs/

Beginnen wir mit der Datei auto.master. Diese laden wir in einen beliebigen Editor mit root Rechten.

sudo nano /etc/autofs/auto.master

Und ja… ich liebe nano! :-)

Viel gibt es hier nicht zu tun, lediglich eine Zeile ist hinzuzufügen.

/mnt/NAS    /etc/autofs/auto.synology --ghost

Teil 1 gibt den Mount Punkt für die NFS Freigaben an. Dieses Verzeichnis sollte bereits vor der Nutzung von autofs angelegt werden:

sudo mkdir /mnt/NAS

Teil 2 gibt an in welcher Datei die NFS Freigaben konfiguriert sind. Die Datei kann einen beliebigen Namen haben. Noch existiert die Datei nicht, also legen wir sie fix an.

sudo touch /etc/autofs/auto.synology

Teil 3 ist optional. Hier werden Optionsparameter gesetzt. Achtung! auf das doppelte Minus achten! Bei jedem weiteren Optionsparameter ist nur ein minus zu setzen.

-ghost gibt an, dass die mount Punkte sichtbar sind auch wenn die NFS Freigabe noch nicht gemountet wurde. Die Option -ghost ist einer der von mir erwähnten Stolpersteine. Ist diese Option nicht gesetzt, werden die Verzeichnisse wo die NFS Freigaben landen nicht angezeigt. Wenn die Verzeichnisse nicht angezeigt werden, kann man auch nicht darauf klicken, um das automount zu triggern. Typisches „Henne-Ei-Problem“ :-)

Nun tragen wir die Freigaben in die gerade erstellte Datei auto.synology ein.

sudo nano /etc/autofs/auto.synology

Hier wird nun pro Zeile eine NFS (oder SMB, etc) Freigabe eingetragen.

Hier mal drei selbsterklärende Beispiele:

Bilder -fstype=nfs,rw IP_VOM_NAS:/volume1/photo
Web -fstype=nfs,rw IP_VOM_NAS:/volume1/web
Dokumente -fstype=nfs,rw IP_VOM_NAS:/volumeUSB4/usbshare

Über den Namen am Beginn jeder Zeile wird dann ein Verzeichnis unter dem definierten Mount Punkt angelegt.

Die beiden modifizierten Dateien müssen noch mit den entsprechenden Rechten verarztet werden.

sudo chmod 644 /etc/autofs/auto.master
sudo chmod 644 /etc/autofs/auto.synology

Grundsätzlich war es das erstmal. Allerdings gibt es noch einen weiteren Stolperstein. 😉

Wenn ihr eure NFS Freigaben wie ich bisher über die fstab gemountet habt, wird autofs solange nicht funktionieren, bis ihr die Einträge aus der fstab entfernt habt und die Freigaben mit einem

sudo umount -a

gelöst habt. Denn eine NFS Freigabe kann genau nur einmal gemountet werden. Mit den Einträgen in der fstab wird autofs die NFS Laufwerke nicht mounten können. Bei mir gab es sogar nichtmals eine Fehlermeldung in /var/log/messages….

Wenn ihr vorher schon Einträge in der fstab hattet, empfehle ich euch den Rechner einmal durchzustarten.

Unter Sabayon wird der Dienst autofs nicht direkt automatisch gestartet.

Das geschieht über:

sudo /etc/init.d/autofs start | stop | restart

Wenn man möchte das der Dienst auch beim Booten gestartet wird, ist am Beispiel von Sabayon noch folgendes Kommando abzusetzen:

sudo rc-update add autofs default

Das war es schon! Wenn man seine Verzeichnisse auch im home wiederfinden mag, geht das am besten über Links. Beispiel:

ln -s /mnt/NAS/Bilder /home/BENUTZER/Bilder/Bilder_NAS

oder

ln -s /mnt/NAS/Dokumente /home/BENUTZER/Dokumente

Wenn jetzt alles funkitoniert hat, dann solltet ihr beim nächsten Klick auf die Verzeichnisse erst dann die dazugehörige NFS Freigabe gemountet haben.

Und wenn man sich die paar Zeilen Konfiguration anschaut, kann man diese natürlich wieder ganz wunderprächtig in ein Skript gießen um nach dem Neuaufsetzen eines Rechners nicht wieder alles von Hand machen zu müssen. :-)

 

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NFS unter Chakra Linux

Mir war mal wieder langweilig… Darum habe ich mich nach einer neuen Distribution für mein Notebook umgeschaut. Archlinux war schon immer interessant für mich, allerdings aus Zeitmangel bzgl. Frickelarbeiten (notwendig bei Arch!) doch nie ein Kandidat für die engere Auswahl…

Letztens bin ich dann auf
den Arch Fork Chakra Linux gestoßen. Tolle Distribution die aus Arch Linux entstanden ist und mit dem KDE Desktop kommt. Schlank, schnell, stabil, neueste Software.

Mehr möchte ich gar nicht zu Chakra Linux erzählen… im Netz gibt es genug Testberichte.

Eine Kleinigkeit hat mich allerdings über zwei Stunden gekostet, sodass ich hier ein paar Zeilen schreiben möchte um anderen den Frust zu ersparen.

NFS unter Chakra

Natürlich muss man sich erstmal das Paket nfs-utils installieren. Das ist Grundvorraussetzung.

Mein Notebook ist so konfiguriert, dass die NAS Laufwerke direkt beim Booten gemountet werden.

Und hier begann der „Spaß“…

Begrüßt wurde ich mit folgenden Zeilen:

mount.nfs: rpc.statd is not running but is required for remote locking.
mount.nfs: Either use '-o nolock' to keep 
locks local, or start statd.
mount.nfs: an incorrect mount option was specified

Ok, Arch bzw. auch Chakra Linux benötigen hier und da ein wenig Handarbeit.

Also flink auf der hervorragenden Wiki Seite nachgeschlagen:
Mit Root Rechten die Datei /etc/rc.conf in einen Editor laden und den Dienst rpcbind als Daemon eintragen, damit er beim Booten auch automatisch gestartet wird.

Die Zeile sieht dann so aus:

DAEMONS=(syslog-ng network rpcbind)

Leider reichte das nicht… und nach laaanger Google Suche bin ich dann auf den entscheidenen Forenbeitrag gestoßen:

Ob es sich hier um einen Bug handelt, weiss ich nicht genau, gehe aber fast davon aus…
Man muss zwei Einträge in der Datei /etc/services ändern!

Die beiden Zeilen:

sunrpc 111/tcp # SUN Remote Procedure Call
sunrpc 111/udp # SUN Remote Procedure Call

müssen geändert werden in:


sunrpc 111/tcp rpcbind # SUN Remote Procedure Call
sunrpc 111/udp 
rpcbind # SUN Remote Procedure Call

Danach läuft NFS lupenrein!

Vielleicht erspare ich ja jemandem die lange Suche danach.

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Synology NAS mit neuer Firmware DSM 4.0

Genau wie avm mit ihrem Fritz!OS Update hat nun auch Synology eine neue
Version ihrer Firmware mit dem Namen DSM 4.0 am Start. Diese Version gab es schon länger als Beta Version zum Testen. Nun ist sie allerdings offiziell erschienen. Ich habe mir die neue Version am Wochenende mal installiert.

Die Installation lief zwar fehlerfrei durch, allerdings musste ich noch ein wenig nachbessern bis mein NAS wieder fehlerfrei lief. Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich auf meinem NAS deutlich mehr Modifikationen laufen habe, als zum Beispiel auf meiner Fritzbox.

Probleme hatte ich mit dem Medienserver der durch das Update keine Dateien mehr gefunden hatte. Ich musste also die Indizierung der Mediendateien neu anstoßen was natürlich etliches an Zeit benötigt. Ferner greife ich über NFS auf die Platten zu was nach dem Update auch nicht mehr funktionierte. Hier musste man über das Webinterface einmal den NFS Dienst beenden und
wieder starten.

Ich habe nur ein kleines Modell, sodass ich nicht in den Genuss aller neuen Features komme.
Das Webinterface wurde deutlich überarbeitet und bietet nun die Möglichkeit über kleine Widgets direkt den Status des NAS abzulesen. Ein Highlight ist sicher auch der neue Dienst Cloud Station. Dieser soll in Zukunft ermöglichen seinen eigene Onlinefestplatte ala Dropbox zu nutzen und die Dateien über mehrere Rechner hinweg zu synchronisieren. Der Dienst ist allerdings noch im Beta Status und die dazugehörigen Clients bisher nur für Windows verfügbar. Dennoch klingt das schon sehr vielversprechend zumal ich absolut kein Freund von diesen ganzen Onlinefestplatten bin. Da hat die eigene Cloud Platte doch erheblich mehr Charme, da ich weiss wer auf meine Daten zugreift.

Genauso wie AVM arbeitet auch Synology kontinuierlich an neuen Features für ihre Geräte, absolut LOBENSWERT!

Wer noch etwas zögerlich ist, kann die neue Version von DSM 4.0 auch erstmal online ausprobieren:

nDSM 4.0 Live Demo

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