Arch Linux auf dem Raspberry Pi

Ich habe mittlerweile drei Raspberrys im Einsatz. Einer läuft mit raspbmc und die beiden anderen jeweils mit Arch Linux. Ich hatte Anfangs auch mit raspian gespielt, aber raspian bringt einfach zu viel vorinstallierte Software mit, welche ich nicht benötige. Ich nutze die kleinen Mini PCs lediglich für ein paar Server Dienste, sodass auch ein arch linux relativ schnell aufgesetzt ist.

Hier die für mich notwendigen Schritte:

1 Image runterladen und auf SD Karte packen

Das Image gibt es hier.
Nach dem Download muss die zip Datei entpackt werden und das Image mit dd auf die SD Karte transportiert werden.
sudo dd if=[IMAGE].img of=/dev/sdb

sdb ist natürlich zu ersetzen. Je nachdem wo eure SD Karte hängt.

Bevor die SD Karte nun in den Raspberry Pi gesteckt wird, empfehle ich noch die root Partition zu vergrößern. Diese ist per Default nur 2 GB groß. Am einfachsten ist es wenn ihr die Partition direkt mit einem Tool auf dem normalen Rechner vergrößert.
GParted oder ähnliches reicht hier völlig aus.

2 Booten des Raspberrys und anmelden als root

Die Karte ist soweit fertig. Ab in den Slot des Raspberrys und an den Strom damit. :-)
Ich gehe davon aus, dass ihr den Pi mit einem Netzwerk Kabel verbunden habt.
Innerhalb weniger Sekunden ist der ssh Daemon gestartet sodass ihr euch amelden könnt.
ssh root@alarmpi
Das initiale Passwort lautet „root“. Per Default lautet der hostname alarmpi. Dieser wird aber in einem der
nächsten Schritte geändert.

3 root Passwort ändern

Als erstes ändern wir mal das root Passwort
passwd

4 Änderung local timezone

nano /etc/timezone

Hier muss folgendes geändert werden:

Europe/London

in

Europe/Berlin

5 Hostnamen ändern

Folgende Dateien müssen geändert werden /etc/hostname und /etc/hosts

5.1 /etc/hostname

nano /etc/hostname

Hier muss der bestehende Namen gegen den neuen ersetzt werden.

5.2 /etc/hosts

nano /etc/hosts

Die Zeile mit der IP 127.0.0.1 muss geändert werden.

Am Ende der Zeile muss der neue hostname gesetzt werden.

6 Update des Systems

pacman -Syu
Das Update kann ein paar Minuten dauern

7 User und Berechtigungen

nach der Installation gibt es erstmal nur den user root.

7.1 sudo installieren

Wie anfangs geschrieben kommt die arch Installation sehr schlank, sodass auch „sudo“
erst einmal installiert werden muss
pacman -S sudo

7.2 Normale user für sudo berechtigen

EDITOR=nano visudo

Nach folgender Stelle suchen:

%wheel ALL=(ALL) ALL

Diese Zeile muss einkommentiert werden, also das führende „#“ entfernt werden.

7.3 User anlegen

7.3.1 Pakete installieren

pacman -S adduser
Nach der Installation können weitere User neben root angelegt werden,

7.3.2 User

adduser

7.3.3 Beispiel

---------------------------------------
Login name.......: meinUser
UID..............: [ Next available ]
Initial group....: users
Additional groups: [ None ]
Home directory...: /home/meinUser
Shell............: /bin/bash
Expiry date......: [ Never ]

8 Notwendige Softwarepakete installieren

pacman -S autofs --noconfirm
pacman -S nfs-utils --noconfirm
pacman -S mc --noconfirm
pacman -S zile --noconfirm
pacman -S htop --noconfirm

Diese Liste entspricht meiner Minimal Installation.
nfs-utils -> Ermöglicht den Zugriff auf das NAS über NFS
mc -> FileManager für die Console
zile -> ich bin emacs Junkie. :-) zile ist ein Clone, welcher aber nicht so gewaltig ist wie der emacs.
htop -> übersichtler als top.

Das war es eigentlich. Was jetzt fehlt sind natürlich die Serverdienste die ihr auf eurem Pi laufen haben wollt.

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Raspberry Pi: Raspbmc mit XMBC und Synology

Sooo… wie angekündigt habe ich mir einen Raspberry Pi zugelegt… Naja… ehrlich gesagt habe ich mir direkt einen zweiten bestellt. :-) Einsatzgebiete habe ich genug.

Ich möchte heute einen kleinen Artikel dazu schreiben wie Raspbmc installiert wird und ein Synology NAS als Datenlieferant zu Verfügung gestellt wird. Was man alles an Hardware (welche Kabel, etc…) dazu benötigt kann über Google recherchiert werden.

Die Installation ist relativ einfach. Das war auch der Grund warum ich meinen ersten Test mit raspbmc gemacht habe.

Die allgemeinen Schritte zur Installation stammen von der offiziellen raspbmc Seite. ich übernehme sie aber hier, damit man hier alles zusammen hat.

Falls noch nicht vorhanden, solltet ihr euch über euren Paketmanager python runterladen! Ferner solltet ihr eure SD Karte auf die das OS kommt direkt an den Rechner anschliessen.

Los gehts….

Zuerst laden wir man die Installationsdatei runter:

wget http://svn.stmlabs.com/svn/raspbmc/testing/installers/python/install.py

Diese muss ausführbar sein:

chmod +x install.py

Das Installationsskript muss mit Root Rechten ausgeführt werden:

sudo python install.py

Es öffnet sich ein kleines Terminal Fenster, welches euch die möglichen Devices auflistet auf die raspbmc installiert werden. Achtung: Wählt hier bloß das richtige!! Die Installation macht euer Laufwerk erstmal unbrauch!

Habt ihr eure SD erkannt müsst ihr nur noch den Devicenamen eingeben…. also sdb oder ähnlich.

Das war es im Prinzip schon was ihr an eurem Rechner machen müsst. Wartet bis das Installationsskript alle Schritte erledigt hat und euch bescheid gibt, dass ihr die SD nun in den Raspberry Pi legen sollt.

Das Schwierigste ist damit erledigt. :-)

Pakt nun die SD Karte in den Raspberry und schliesst das Gerät am Fernseher, Netzwerk und Strom an. Danach läuft der Installer weiter. Auf keinen Fall das Gerät vom Netz nehmen! Das dauert dann ca. 15 Minuten und fertig ist euer XBMC Mediencenter. :-)

Positiv ist, dass ihr nfs (auch smb, nutze ich aber nicht) direkt vorinstalliert habt. Somit könnt ihr eure Platten vom Synology NAS direkt in XMBC hinzufügen. Fertig!

Leider nicht ganz! Denn wer wie ich ein Synology NAS als Datenspeicher verwendet, muss auch dort nochmal Hand anlegen. Das nfs über das DSM von Synology aktiviert sein muss ist selbsterklärend, auch müsst ihr die IP Adresse von eurem Raspberry Pi in die NFS Konfiguration des Synology NAS aufnehmen. Das ist alles noch recht einfach, allerdings das reicht leider noch nicht, denn über XBMC sieht man dann zwar die Laufwerke, kann sie aber nicht auswählen.

Wir müssen uns nun über ssh als root an unserer Synology Diskstation  anmelden.

Nach der Anmeldung öffnen wir die Datei /etc/exports mit einem Editor unserer Wahl. Bei mir, wie immer, nano :-)

nano /etc/exports

Ihr seht nun die Freigaben eurer DSM. Bei den Laufwerken, welche XMBC nutzen soll müsst ihr eine Änderung vornehmen:

Ändert in den entsprechenden Zeilen:

insecure_locks

in

insecure

ab. Macht das in jeder Zeile bzw. für jedes Laufwerk, dass XMBC nutzen soll!

Speichert nun die Datei ab.

Als letzten Schritt müsst ihr die Änderungen noch aktivieren:

exportfs -a

Neustarten müsst ihr die DSM nicht. Wichtig ist, dass ihr die Änderung an eurem Synology NAS nach Updates von Synology wiederholen müsst. Die etc/exports wird nämlich bei einem Update neu geschrieben.

Nun könnt ihr eure NFS Freigaben vernünftig in XMBC einbinden.

Noch einen allgemeinen Satz zu raspbmc. Es läuft, es läuft sogar recht gut. Es ist stabil und ruckelt auch nicht sonderlich. SD Mediendateien laufen perfekt. Bei HD Medien kann es schon zu Rucklern kommen. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit raspbmc.

Als nächstes werde ich mal xbian ausprobieren.

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Raspberry Pi – Hab mir nun auch mal einen bestellt.

Der kleine Raspberry Pi ist ja nun schon länger Thema in diversen Foren…

In den letzten Tagen habe ich mich mal vermehrt mit dem Thema XMBC auf dem Raspberry Pi auseinander gesetzt. Und siehe da… Es gibt wohl schon einige sehr stabile Lösungen. :-)

Soooo… hab dann mal gerade bestellt:

– Raspberry Pi (Model B) -> kommt aus Italien, wird also ein paar Tage dauern

– Gehäuse

– Kühler ! :-)

– Stromkabel habe ich noch genug.

Sobald alles angekommen, konfiguriert und installiert ist, werde ich dann mal ausführlich berichten.

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