Sabayon: Nach Update Probleme mit Radeon Grafikkarten

So stand es vor kurzem noch auf der Sabayon Seite:

„Upcoming important updates for ATI/AMD GPU owners
Mon, 30 Jul 2012 19:33:46 +0000, sabayon-weeklyHi guys, the next week we’re going to roll out an important X.Org Server update. We are updating this vital component of the distro to version 1.12.2. In order to do so, we are now forced to upgrade the AMD Catalyst Drivers to version 12.6. This version also discontinues the support for Radeon HD 2000/3000/4000. If you own one of these cards, you better switch to the OpenSource drivers NOW.“

Diese Meldung habe ich natürlich gekonnt ignoriert… Der einzige Vorteil: Wenigstens wusste ich nach dem letzten Update warum mein KDE Desktop mal so gar nicht mehr starten mochte. :-)
Nachdem ich die Vorschläge auf der Sabayon Seite umgesetzt habe (erfolglos) bin ich im Sabayon Forum fündig geworden. Hier mal was zu tun ist, wenn man wie ich eine der genannten Karten nutzt (die einzelnen Schritte habe ich aus dem Forum):
Ziel ist es den Radeon Treiber loszuwerden und den Rechner auf die Open Source Alternative umzustellen
Also erstmal die ATI Treiber entfernen
equo remove --configfiles ati-drivers ati-userspace
Prüfen ob der Open Source Treiber bereits installiert ist:
equo query installed xf86-video-ati --quiet –verbose
Nur wenn er noch nicht vorhanden ist nachinstallieren (scheinbar kann es zu Problemen kommen, wenn er einfach nochmal installiert wird:
equo install xf86-video-ati
Entfernen folgender Datei:
rm /etc/gpu-detector.conf
 Der Kernel muss das Radeon Modul laden. Dies erreicht man wenn man folgende Datei in einen Editor lädt und diese Zeile hinzufügt:
nano /etc/conf.d/modules
modules=radeon
 Aus dem Grub Menü müssen ein paar Kernel Module entfernt werden:
Folgende Datei in einen Editor laden
nano /etc/default/sabayon-grub
Diese Einträge müssen entfernt werden:
console=tty1, quiet splash=**** and vga=****
Anstelle der **** können unterschiedliche Werte stehen.
Kernel Mode Setting aktiveren:
Folgende Dateiin einen Editor laden:
nano /etc/default/grub
Die Zeile die mit GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT beginnt um folgendes erweitern:
radeon.modeset=1
Folgende Datei erzeugen (kann sein, dass die schon vorhanden ist):
touch /etc/modprobe.d/radeon.conf
In die Datei kommt nur eine Zeile:
options radeon modeset=1
Die grub.cfg muss neu erzeugt werden:
 grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg
Zum Abschluss muss noch die xorg.conf geändert werden:
nano /etc/X11/xorg.conf
Der Wert von fglrx muss durch ati ersetzt werden.
Nach diesen ganzen Schritten und einem Reboot lächelte mich dann auch wieder mein KDE Desktop an. :-)

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Sabayon 8 erschienen: Bleeding Edge rocks! ;-)

Mit der Linux Distribution Sabayon liebäugel ich ja schon seit längerem.

Rolling Release, immer die aktuellste Software und trotzdem stabil… Das klingt wunderbar!

Der letzte Snapshot der erschienen ist, lief allerdings bei mir nicht so einfach „Out of the Box“. Hier mein Bericht: Sabayon 7

Am Wochenende habe ich mir nun Sabayon 8 (mit KDE Desktop) auf meinem Notebook installiert.

Bis jetzt bin ich mehr als begeistert! Nicht nur, dass man mehr oder weniger immer die aktuellsten Versionen der eingesetzten Software am Start hat. Einige Tools die ich einsetze sind entweder nicht quelloffen oder aber noch nicht in den jeweiligen Paketqellen vorhanden. Bei Sabayon finde ich auch diese Tools in den Quellen. Traum!

Ich werde auf jeden Fall weiter mit Sabayon arbeiten und wenn es weiter so stabil läuft auch meinen zweiten Rechner umstellen.

Ein wenig Mut zum Risiko muss man bei Sabayon natürlich mitbringen, da immer das „neuestes Zeugs“ haben nicht zwingend mit Stabilität einhergeht. Zum Einsatz auf Produktivsystemen also nur bedingt geeignet.

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Linux: Mein persönliches Distributionschaos…

Ja ja… ich will immer das Neueste haben…

In den letzten Wochen haben ja sämtliche Distributionen neue Releases auf den Markt gebracht. Und „notgedrungen“ habe ich mir die führenden Distributionen installiert. Notgedrungen, da ich mit so gut wieder jeder Distro meine eigenen Problemchen hatte… Hätte ich mehr Zeit investiert, wären sicher auch einige Probleme zu
beheben gewesen, da ich aber genau diese Zeit nicht habe, habe ich mir die einzelnen Releases mehr oder weniger auf ihre „Out Of The Box“-Funktionalität angeschaut…

Hier mein persönliches Ergebnis:

Sabayon 7:

Das war eigentlich die Distribution, welche mich zur Zeit am meisten interessiert hat. Da ich gerne mal etwas neues ausprobiere und im letzten deimhart Podcast eigentlich auch nur positives berichtet wurde, habe ich mir das auf Gentoo basierende OS mal installiert. Im ersten Versuch auf meinem alten Rechner mit einer uralten Nvidia GeForce (5700) Grafikkarte. Ich habe mich für die Gnome Version entschieden. Seit die Seite Gnome Shell Extensions an den Start gegangen ist, ist der Gnome 3 Desktop für mich nicht nur richtig
gut nutzbar geworden, sondern auch mein derzeitiger Desktop Favorit! Allerdings ließ sich nicht mal die Live CD auf meinem Rechner starten… Sobald der Desktop gestartet werden sollte kam bei mir nur die Konsole…. Eine Installation von der CD hat keine Besserung gebracht… Ich habe dann die Installation auf meinem relativ aktuellen Notebook gestartet. Die Live CD lief dort zwar, aber nach der Installation kam ebenfalls nur die Konsole… Da ich Sabayon aber unbedingt mal antesten wollte, habe ich einen nächsten Versuch mit der KDE Version gewagt. Und das obwohl ich nicht gerade ein KDE Freund bin. Nun gut…oder eben auch nicht… Auf meinem Desktop Rechner habe ich wieder nichtmals die Live CD ans Fliegen bekommen und auf meinem Notebook habe ich nach der Installation ebenfalls nur die Konsole bekommen. Schade…. Sabayon hat mich doch wirklich gereizt. Allerdings sollte die Distribution ja gerade für ihre „Installieren und LÄUFT“ Charakter bekannt sein… nur halt bei mir nicht…

weiter ging
es dann mit…

Fedora 16:

Ich bin ein großer Fedora Freund. Auf meinem Notebook hatte ich bisher fast nur Fedora im produktiven Einsatz. Für mein Notebook habe ich mir die neue Version mit Gnome 3 installiert. Gnome 3 mit seinen Extensions und Fedora 16 laufen perfekt auf meinem Notebook, sodass mein Laptop ab dem Moment der Installation aus dem Rennen war für weitere Tests. Da ich so begeistert war habe ich mir die Version auch direkt auf meinem Desktop Rechner installiert. Leider nur mit mäßigem Erfolg… Der Gnome 3 Desktop flackerte ohne Ende und nach ein paar Änderungen am Grafikkartentreiber ließ er sich gar nicht mehr starten. Nun gut… also habe ich mir Fedora 16 mit KDE Desktop installiert. Das lief perfekt! Für KDE in Kombination mit meinem alten Rechner sogar richtig schnell und flüssig. Nach einem Tag nutzen kam aber auch hier ein Haken ins Spiel, welcher mich zu einem weiteren Wechsel zwang. Unter Fedora
16 scheint es Probleme mit dem openssh Server zu geben. Wie bei fast jeder Distribution ist dieser per Default installiert. Aber scheinbar unbrauchbar… Jeder Versuch den Daemon zu starten scheiterte… Nur eine Deinstallation und erneute Installation hat hier geholfen. Allerdings mit dem nächsten Problem. Der SSH Daemon läuft dann zwar, allerdings habe ich es nicht geschafft ihn zu überreden mal an einem anderen Port als 22 zu lauschen. Die Konfig Dateien hatte ich korrekt angepasst, nur hat sich der Daemon nicht wirklich dafür interessiert. Da ich aber auf den SSh Server angewiesen bin kam auf meinem Desktop Rechner auch Fedora nicht in Frage. Nach längerer Unterhaltung mit Doktor Google habe ich aber gesehen, dass es wohl auch schon einen Call zu dem Problem mit dem Open SSH Server und Fedora 16 gibt… Ist vielleicht nur eine Frage der Zeit bis der behoben ist….

Ubuntu 11.10

Auch Ubuntu sollte noch eine Chance
bekommen… inkl. der umstrittenen Unity Oberfläche… Ubuntu ließ sich ohne Probleme auf meinem Rechner installieren. Unity lief auch soweit recht flüssig. Allerdings nur solange bis ich die proprietären NVidia Treiber aktiviert habe… Danach ließ sich der Desktop nur noch im Fallback Modus starten… Unabhängig davon, dass auch hier wieder Probleme mit dem Treiber der Grafikkarte ursächlich waren, gefällt mir Unity nicht. Gerade jetzt wo man sich den Gnome 3 Desktop ordentlich zurecht „pimpen“ kann, ist Unity für mich kein Thema mehr. Auf eine nachträgliche Installation von Gnome 3 habe ich dann allerdings verzichtet, da ich direkt davon ausgegangen bin, dass Gnome 3 mit den NVidia Treibern nicht sauber laufen wird…

Linux Mint 12

Linux Mint 11 lief sehr lange auf meinem Rechner und ich war auch sehr angetan von der auf Ubuntu basierenden Distribution. Also habe mir mal das neue Release installiert und war leider
sehr enttäuscht… Linux Mint kommt mit einem angepassten Gnome 3 Desktop UND einem Gnome 2 Fork namens Mate. Ich weiss nicht warum die Jungs den Gnome 3 Desktop angepasst haben, aber so gefällt er mir auf jeden Fall nicht. Die Kombination mit Mate ist auch nicht mein Ding zumal Mate noch sehr unreif wirkt, was allerdings auch vom Projektteam so kommuniziert wurde. Auch hier „Schade“… aber für mich so nicht brauchbar…

Langsam aber sicher habe ich mich damit abgefunden, dass es allgemein Probleme mit den Treibern für meine NVidia Karte gibt und mich ich auf meinem Desktop PC mit KDE anfreunden muss… nun gut… nächster Versuch:

OpenSuse 12.1

Über 4 GB (!!!!!) großes Image runtergeladen, installiert und sicher fast 5 Minuten mit gearbeitet….

Neeeeeeee…….. Deinstallation…..

Und nun??? Immer noch nichts brauchbares dabei….

Kubuntu 11.10

Eigentlich wollte ich ja nicht…. aber irgend eine Distribution muss doch sauber laufen…. Kubuntu 11.10 läuft. Bei weitem nicht so flüssig wie KDE auf Fedora 16, aber es geht. Allerdings sind sämtliche Fensterrahmen total verzerrt. Und auch hier bin ich wohl wieder in eine Bugfalle getreten. Denn scheinbar hat der Window Manager KWin ein Problem mit alten Grafikkarten von Nvidia, was sich in verzerrten Fensterrahmen niederschlägt. Auch hier habe ich einen Call gefunden… Bisher einzige Lösung für mich ist es den Composit-Typ auf XRenderer zu stellen. Dadurch gehen zwar die Effekte flöten und der Desktop reagiert deutlich langsamer, aber mit OpenGL kommen halt wieder die verzerrten Fensterrahmen… Auch hier wird es sicher bei Zeiten einen Fix geben….

Fazit: Da ich mir nun sämtliche neuen Releases der großen Distributionen mal angeschaut habe, muss ich leider eins ernüchternd feststellen: So einfach „Out Of The Box“ laufen die Linux Systeme leider
nicht immer. Natürlich bekommt man sie mit ein wenig Gefrickel ans Laufen. Allerdings ist es so natürlich schwierig den Otto Normal Benutzer an Linux heranzuführen. Wobei vermutlich fast alle meine Probleme immer die Treiber von Nvidia als Ursache hatten…

Mein momentaner Favorit ist Fedora 16. Stabil, schnell und gut.

Mein Wunschfavorit bleibt weiterhin Sabayon. Vielleicht finde ich ja in den nächsten Wochen doch nochmal Zeit um mich an der Installation zu versuchen. Bis dahin muss ich mich wohl mit Kubuntu auf meinem Desktop Rechner begnügen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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